Kreisgebiet. Der Kulturkonvent des Kulturraumes Leipziger Raum hat seinen Haushalt für 2012 verabschiedet. Er liegt mit einem Volumen von knapp neun Millionen Euro geringfügig über dem des laufenden Jahres. Im Landkreis Nordsachsen, der zusammen mit dem Landkreis Leipzig den Kulturraum bildet, geht mit gut 300000 Euro die größte Summe an die beiden Musikschulen. Die - noch - zwei Musikschulen im Landkreis Leipzig erhalten zusammen etwa 471000 Euro, das Jugendblasorchester Grimma fördert der Kulturraum mit 63000 Euro.
"Damit haben wir als erster Sächsischer Kulturraum für die Kulturschaffenden in der Region sehr früh Planungssicherheit für das kommende Jahr geschaffen", erklärte Landrat Gerhard Gey (CDU) als Vorsitzender des Kulturkonventes.
Die vorgesehenen Förderungen entsprächen in der Regel denen der vorhergehenden Jahre und seien im Einzelfall sogar höher, lautete Geys Fazit. Manfred Schön, Kultursekretär des Kulturraumes, sprach von einem "ruhigen Fahrwasser", in dem sich der Kulturraum bewege. Dafür könne man dankbar sein, denn für das laufende Jahr standen lange Zeit Kürzungen zur Debatte und auch die Zukunft ist nicht geklärt. "Ich hoffe, dass unser Kulturraum auch nach 2012 wie bisher gefördert wird", so Schön, sicher sei das aber keineswegs.
Die größten Summen gehen wie in den Jahren zuvor an die professionelle Musik. Die Deutsche Bläserakademie in Bad Lausick erhält 2012 gut 1,6 Millionen Euro, das Leipziger Symphonieorchester in Böhlen knapp 1,6 Millionen Euro. Beide liegen damit in etwa in der Größenordnung wie in diesem Jahr.
Im Bereich der Museen und Sammlungen werden 2012 die größten Einzelbeträge ebenfalls in den Landkreis Leipzig überwiesen: Etwa 126000 Euro bekommt das Kreismuseum Grimma, 121000 Euro das Volkskundemuseum Wyhra. Aber auch die Stadtmuseen in Torgau (80000 Euro), Borna (65000 Euro), Eilenburg (62000 Euro) und Wurzen (60000 Euro) erhielten stattliche Summen, genau wie das Museum Schloss Delitzsch (74000 Euro). Bei den Bibliotheken wird die Mediothek Borna mit 167000 Euro bedacht. Grimma (40000 Euro) und Wurzen (30000 Euro) liegen in der Förderung unter anderem hinter der Kreisbibliothek Torgau-Oschatz (60000 Euro).
Im Bereich der sonstigen Kultur erhält die Denkmalschmiede Höfgen zwar mit 287000 Euro den größten Betrag, er liegt allerdings deutlich unter der Förderung des laufenden Jahres (342000 Euro). "Im Falle der Denkmalschmiede Höfgen gGmbH ist die derzeit verminderte Förderung in der haushaltstechnischen Darstellung der Verwendung der Fördermittel und Geldflüsse begründet. Diese entspricht nicht den Erfordernissen der Zuwendungsrichtlinie", sagte Gey dazu. Es sei eine externe Prüfung eingeleitet worden, die die genannten Defizite sowie die Organisationsstruktur der Denkmalschmiede Höfgen gGmbH untersuchen soll. Damit stelle der Kulturraum Bedeutung und Leistung der Einrichtung jedoch nicht in Frage.