Kreisgebiet (pfü). Arbeitslose und auch Kommunen müssen umdenken. Bei den Arbeitsgelegenheiten (2. Arbeitsmarkt) kommt es im nächsten Jahr zu Einschnitten. "2011 werden uns wesentlich weniger Mittel für die Eingliederung zur Verfügung stehen als noch in diesem Jahr. Betroffene und auch Kommunen können damit nicht mehr so stabil planen wie bisher", sagte dazu der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft aus Landkreis und Agentur (Arge), Frank Germer. Heißt: Einige Arbeitslose können sich beispielsweise nicht mehr darauf verlassen und damit planen, dass sie von einer Maßnahme in die nächste kommen. Die Bundesagentur richtet ihren Fokus stärker auf den ersten Arbeitsmarkt und die Vermittlung von Betroffenen in diesen. Germer rechnet mit einem "stetigen Rückgang der Teilnehmer von Arbeitsgelegenheiten". Über konkrete Zahlen könne erst nach Veröffentlichung des Haushalts gesprochen werden.
Seit Jahresbeginn sind 1285 Teilnehmer in 296 Maßnahmen der Arbeitsgelegenheiten zeitweilig integriert. Für Maßnahmen, die Auswirkungen auf den ersten Arbeitsmarkt haben, sowie für die direkte Vermittlung stehen 2011 ebenso viele Mittel wie in diesem Jahr zur Verfügung. Dazu gehören Eingliederungszuschüsse, Qualifizierungen, Leistungen für Jüngere und für Behinderte. Germer: "Ich rechne mit einer positiven Entwicklung auf dem ersten, dem regulären Arbeitsmarkt." Ein Beleg für den Aufschwung sei der gegenwärtige Zugang an freien Stellen. Unabhängig davon blieben Arbeitsgelegenheiten "ein wichtiges beschäftigungspolitisches Instrument".