Schkeuditz. Mit rund 70 Einsatzkräften und insgesamt 18 Fahrzeugen fand am Freitag am Flughafen-Ausbildungszentrum Fire Training eine Notfallübung statt. In Anbetracht der Tatsache, dass Nacht für Nacht Frachtflugzeuge auf dem Flughafen Leipzig/Halle starten und landen lautete diesmal das Übungsszenario folgerichtig: Havarie bei der Beladung eines Frachtflugzeuges. Sofort nach der Alarmierung machten sich gestern früh die Einsatzkräfte auf den Weg, was zugleich der erste Teil der Übung war. Denn die "Anfahrts- und Eingreifzeiten" wurden genauso überprüft wie die Zusammenarbeit von Teilen der flughafeneigenen als auch der externen Einsatzkräfte. So waren zu der von Airport und Landkreis Nordsachsen gemeinsam durchgeführten Übung auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Schkeuditz, Glesien und Wolteritz alarmiert worden.
Laut Flughafensprecher Uwe Schuhart konnte bei der Übung unter realistischen Bedingungen die Brandbekämpfung an einem Luftfahrzeug trainiert werden. Denn das Trainingszentrum im Nordbereich des Airports verfügt über einen gasbefeuerten Boeing-747-Brandsimulator. Der Schkeuditzer Airport sei der einzige in ganz Deutschland mit einer derartigen Ausbildungsanlage.
Übungen wie die gestrige müssen alle zwei Jahre durchgeführt werden. Das schreiben die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) vor. Wie gut gestern der Einsatz und das Zusammenspiel aller Kräfte geklappt hat, darüber wurde alledings bis jetzt noch nichts bekannt.