Mügeln. Die Stelle der städtischen Jugendfachkraft in Mügeln ist für ein weiteres volles Jahr bewilligt worden. Über diese Entscheidung des Landratsamtes Nordsachsen, die die Stelle finanziert, freut sich Christina Hoemke. Sie trat im vergangenen Jahr die Nachfolge als Jugendfachkraft in Mügeln von Kristin Jarke an, die aufgrund ihrer Schwangerschaft ausschied (wir berichteten).
Wie zuletzt Kristin Jarke wird sich Christina Hoemke in diesem Jahr an 30 Stunden in der Woche um die Belange der Mügelner Jugend kümmern können. Das ist ein Einschnitt von sechs Stunden, der sich vor allem in den Öffnungszeiten der Jugendhäuser bemerkbar machen wird. So ist das Jugendhaus in Mügeln künftig dienstags, donnerstags und sonnabends geöffnet. Das Kinder- und Jugendhaus in Schweta wird mittwochs und freitags Besucher empfangen. "Geöffnet ist dann immer ab 14 Uhr, die Schließzeit werde ich davon abhängig machen, wie stark die Häuser frequentiert sind", so Hoemke. Realistisch sei eine Spanne zwischen 18 und 20 Uhr.
Derzeit ist das Haus in Mügeln weniger gefragt, im Ortsteil Schweta tummeln sich dafür täglich dutzende Kinder und Jugendliche, um ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen.
Unterstützung soll Christina Hoemke bei der Betreuung erneut von Ein-Euro-Jobbern bekommen. Die Arbeitsgelegenheiten dafür sind jedoch noch nicht bewilligt und laufen erst im Februar an. "Ich bin optimistisch, dass wir wieder unsere vier Kräfte bekommen, wie es bisher auch gewesen ist", so Hoemke auf Nachfrage. Bis dahin sei vor allem die Planung von Veranstaltungen schwierig zu organisieren, zum Beispiel der bald ins Haus stehende Fasching Anfang Februar. Genaueres wolle sie bei einem gemeinsamen Gespräch mit Mügelns Hauptamtsleiter Volkmar Winkler und Ivonne Franke, die Elternsprecherin der Goetheschule, in Erfahrung bringen. Letztere wolle sich auch darum bemühen, in der Mügelner Mittelschule verstärkt für die Jugendhäuser und deren Angebote zu werben.
Der Kontakt zu den Jungen und Mädchen wird sich laut Hoemke in den nächsten Monaten intensivieren, denn seitdem ihr Büro in das Mügelner Jugendhaus verlegt wurde, hat sie immer einen direkten Draht zu den Besuchern und pendelt nicht mehr zwischen dem Rathaus und den Einrichtungen hin und her.
Dass die Arbeit der Jugendfachkraft für ein weiteres Jahr bewilligt wurde, darüber ist auch Mügelns Amtsverweser Gotthard Deuse froh. "Wir möchten natürlich, dass die Arbeit weitergeführt werden kann. Deshalb hatten wir beim Landratsamt Nordsachsen auch den Antrag eingereicht", erinnerte Deuse, der ebenfalls hofft, dass die Ein-Euro-Jobber noch bewilligt werden.