Schkeuditz/Taucha. Mit jeweils einer Fachkraft-Stelle zu 30 Stunden sind zumindest eine Maßnahmen des Caritas-Verbandes in Schkeuditz und eine Maßnahme der Jariko in Taucha bestätigt. So informierte gestern der Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen, Rayk Bergner auf LVZ-Anfrage. In der "Neuen Welle" sorgt diese Mitteilung für Verwirrung.
Aus Haushaltsmitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) wurde dem Landkreis Nordsachsen für dieses Jahr eine Jugendpauschale in Höhe von über 508000 Euro bewilligt. Dies entspricht einer Förderung von 10,40 Euro je junger Mensch bis 27 Jahre (48870 junge Menschen/Stand 31. Dezember 2009) im Landkreis Nordsachsen, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Der Erhalt des entsprechenden Bescheides ist jetzt von Landrat Michael Czupalla (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses bekannt gegeben worden.
Nun erfolge die Bewilligung der beantragten Projekte und Maßnahmen für die Gewährung von Zuschüssen zur Fachkraftförderung in der Kinder- und Jugendarbeit und Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie/Familienbildung des Landkreises Nordsachsen. Bereits im November letzten Jahres ist über die zu bewilligenden Projekte im Jugendhilfeausschuss intensiv vorberaten und beschlossen worden, bestätigte Pressesprecher Bergner.
"Für Schkeuditz betrifft das eine Maßnahme des Caritasverbandes in der Jugendberatung und für Taucha die der Jariko Sozialer Ring GmbH in der Schulsozialarbeit. Beide Maßnahmen sind mit einer Stelle zu je 30 Stunden gefördert", informierte Bergner gestern.
"Es wäre fatal, wenn für Schkeuditz nur eine Stelle bewilligt wäre. Ich kann mir das aber nicht vorstellen", sagt hingegen Andreas Pohle, Streetworker bei dem Caritas-Jugendclub Neue Welle. Bislang seien drei Maßnahmen gefördert gewesen. Neben der von Bergner erwähnten Jugendberatung hätte es noch bei der Streetwork-Arbeit und für den Offenen Treff Förderung gegeben. "Bereits die Kürzungen im letzten Jahr waren einschneidend", sagt Pohle und erwähnt, dass ohne Unterstützung der Stadt, die finanziell eingesprungen sei, die Arbeit auf der Kippe gestanden hätte. Da die Vorberatungen aber bereits im November stattgefunden hätten und bis gestern keine negative Nachricht zur "Neuen Welle" vorgedrungen sei, vermutet Pohle einen Irrtum.
Das Jugendamt erstellt derzeit die Zuwendungsbescheide, so dass diese in der nächsten Woche den Projektträgern zugestellt werden können, heißt es aus dem Landratsamt. Die finanziellen Mittel würden an die Projektträger ausgezahlt.
Mit der Förderung des Freistaates Sachsen und des Landkreises Nordsachsen würden in diesem Jahr insgesamt 32 Projekte mit 36 sozialpädagogischen Fachkräften sowie erforderlichen Sachausgaben mit rund 1,3 Millionen Euro Gesamtvolumen unterstützt. Die Umsetzung der Projekte in diesem Umfang sei nur mit der Beteiligung der örtlichen Kommunen und weiteren Drittmitteln sowie Eigenmitteln der Projektträger möglich, heißt es vom Landratsamt.