5. November 2010 Eileen Jack (Oschatzer Allgemeine Zeitung)

Vorstandswahl Kreiselternrat verschoben

Nordsachsen. Der bisherige Vorstand des Kreiselternrates muss noch einige Wochen weiterarbeiten. Das steht seit der jüngsten Versammlung des Kreiselternrates fest. Zu dieser waren 29 Elternvertreter von 84 Schulen im Landkreis anwesend. Da sich nach langer Überlegung am besagten Abend keinerlei Kandidaten für den Vorsitzenden, den Stellvertreter und den Schriftführer fanden, erklärten sich Daniela Winkler aus Oschatz und Steffi Gläser aus dem Raum Torgau bereit, den Rat bis zu einer erneuten Wahlversammlung in voraussichtlich zwei Wochen weiter zu leiten.
Damit reagierten sie positiv auf einen spontanen Vorschlag von Kreisrat Heiko Wittig (SPD). Er war als Leiter des Schulausschusses zur Sitzung des Kreiselternrates eingeladen und machte Hoffnung. Hoffnung darauf, dass die Rahmenbedingungen für eine optimale Arbeit des Kreiselternrates geändert würden. Die nämlich waren es, die den aktuellen Vorstand dazu veranlassten, seine Ämter niederzulegen.
So sehen es Daniela Winkler und Steffi Gläser zum Beispiel als problematisch an, dass die Elternräte bei Tagungen der Arbeitsgruppen innerhalb der drei ehemaligen Kreise Torgau, Oschatz und Delitzsch keinerlei Versicherungsschutz genießen. Auch die Erstattung der Fahrkosten zu eben diesen Versammlungen versagt der Landkreis den Vertretern der Schulen. Ähnlich sah es bei Veranstaltungen des Landkreises aus, zu denen Mitglieder des Kreiselternrates offiziell eingeladen waren. Ein Problem, das die ehemalige Vorsitzende Gisela Grüneisen bereits vor reichlich einem Jahr zur Sprache brachte. "Und bis heute konnten wir da nichts klären", betonte die amtierende Kreiselternratschefin Daniela Winkler. Ein Umstand, der Kreisrat Wittig zu der Äußerung veranlasste, er habe den Eindruck, die Aktivitäten eines Kreiselternrates seien vom Landkreis gar nicht gewünscht.
Seiner Auffassung nach aber wird ein Gremium wie dieses sehr wohl gebraucht. Deshalb sagte er auch zu, innerhalb der nächsten drei Wochen wichtige Fragen bezüglich der angesprochenen Rahmenbedingungen klären zu wollen, um so die Voraussetzungen für die Wahl eines neuen Vorstandes zu schaffen. Auch will sich der Schulausschuss-Leiter in seinem Gremium umhören, ob es unter den Abgeordneten eventuell Elternsprecher gibt, die den Posten des Vorsitzenden übernehmen könnten. Damit ergebe sich laut Wittig der Vorteil, dass ein Vertreter des Kreiselternrates automatisch Mitglied des Schulausschusses und somit immer aktuell informiert wäre. Im Moment kann Letzteres nicht immer gewährt werden, da die Ausschüsse wegen feststehender gesetzlicher Regelungen nicht öffentlich tagen, so Wittig.