14. Februar 2011 Julia Heide (Torgauer Zeitung)

Weniger ILE-Fördermittel als im Vorjahr

Oschatz (TZ). „Insgesamt stehen für 2011 für Maßnahmen der integrierten ländlichen Entwicklung des Sächsischen Zweistromlandes 4,0 Millionen Euro zur Verfügung“, so Aline Frick, Mitarbeiterin bei der Firma PlanerNetzwerk PLA.NET mit Sitz in Kemmlitz und neue Regionalmanagerin des Sächsischen Zweistromlandes. In einem Strategiegespräch, an dem die Entscheidungsträger des Sächsischen Zweistromlandes Anfang Februar teilgenommen hatten, wurde neben einer Auswertung des vergangenen Jahres auch über das diesjährige Förderbudget diskutiert. „Die entsprechende jährliche  Fördermittelhöhe ist bereits bis 2013 vom Freistaat Sachsen festgelegt und wird auf sogenannte Leader- und ILE-Regionen aufgeteilt. Allerdings können im Jahresverlauf noch entsprechende Änderungen des Budgets vorgenommen werden“, informiert die Regionalmanagerin weiter.

Zudem treten in diesem Jahr Bewilligungsänderungen in Kraft. Das betrifft unter anderem die gewerblichen Vorhaben. „Diese werden ab Januar nicht mehr zu 50 Prozent gefördert, sondern nur noch mit einem Fördersatz von maximal 40 Prozent“, fährt Aline Frick fort. Die jeweiligen Projektträger werden diesbezüglich vom Landratsamt noch in Kenntnis gesetzt.
Zum anderen sollen 2011 schulische Einrichtungen mit in das ILE-Förderprogramm aufgenommen werden. Das würde jedoch vorwiegend nur energetische Sanierungen betreffen. Darüber soll jedoch noch entschieden werden.
Insgesamt liegen für das bereits begonnene Jahr 22 Anträge mit einem Volumen von 1,3 Millionen Euro vor. Schwerpunkte sind, wie bereits in den vergangenen Jahren, kommunale Maßnahmen wie Straßen- und Gehwegebau, Beleuchtung, Breitband sowie Spielplätze. Aber auch Privatleute und Unternehmen können wieder von der ILE-Förderung profitieren. So zum Beispiel für die Wiedernutzung von Wohnraum oder die gewerbliche Umnutzung ländlicher Bausubstanz.

Jedoch waren Projekte der Kommunen im Vergleich zu den privaten Vorhaben im letzten Jahr weniger durchzusetzen, da hier oftmals die Eigenmittel fehlten, erzählt Uta Schladitz vom Landratsamt Nordsachsen, Amt für Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft und Tourismus. Dementsprechend konnten 2010 etwa 30 Prozent des ILE-Budgets (4,4 Millionen Euro) nicht untersetzt werden. So wurden im vergangenen Jahr 65 Anträge, davon nur 33 kommunale, in Höhe von 3,07 Millionen Euro bewilligt.
Voraussichtlich diesen Mittwoch, den 16. Februar, soll sich das regionale Entscheidungsgremium (kurz REG) wieder treffen, um über weitere Projekte zu beraten. Gleichzeitig liegen noch Anträge vom letzten Jahr zur Bewilligung beim Landratsamt Nordsachsen vor.