Eilenburg (red). Gute Nachrichten aus Finnland: Stora Enso investiert 30 Millionen Euro in die Zeitungsdruckpapiermaschine im Werk Sachsen in Eilenburg. Das Projekt dient zur Verbesserung der Papierqualität und soll bereits bis zum Ende des zweiten Quartals 2012 abgeschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns.
"Diese Investition wird es dem Werk Sachsen ermöglichen, die zunehmenden Qualitätsanforderungen seiner Kunden vor allem bei niedrigen Flächengewichten zu erfüllen", erklärt Juha Varhainen, Chef der Abteilung Pressepapiere. Die Verbesserung der Papierqualität und Produktivität stärke darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit des Werks in der derzeitigen schwierigen Lage auf dem europäischen Zeitungsdruckpapiermarkt.
Auf dem Eilenburger Schanzberg sorgte das vorweihnachtliche "Geschenk" für einen optimistischen Blick in die Zukunft. Ulrich Höke bezeichnete es als Investition in die Zukunft. "Wir investieren in Produktivität, in die Verbesserung der Kosteneffizienz und die Erhöhung der Qualität", so der Geschäftsführer.
Das Unternehmen habe seine Produktpalette erweitert. So sind beispielsweise auch Papier für Werbebeilagen und für Telefonbücher hinzu gekommen. "Gerade diese Sorten wollen wir verstärkt fahren", so Höke. In Finnland wurden zwei Maschinen stillgelegt, die diese Sparte abgedeckt haben. Ein Teil dieser Produktion wird nach Eilenburg verlagert. Höke: "Der Konzern glaubt an unseren Standort. Wir sind zukunftsfähig aufgestellt."
Stora Enso ist ein globales Forstindustrieunternehmen, dessen Produktionsprogramm Zeitungsdruck-, Buchdruck-, Zeitschriften- und Feinpapiere sowie Industrieverpackungen und Holzprodukte umfasst. Auch die Leipziger Volkszeitung wird auf diesem Papier gedruckt. Das Unternehmen erwirtschaftete 2009 mit weltweit rund 27000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 8,9 Milliarden Euro. Im Eilenburger Werk auf dem Schanzberg sind rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2008 lag der Umsatz bei etwa 170 Millionen Euro.