9. März 2011 Oschatzer Allgemeine Zeitung

Wermsdorf - Geteilter Meinung zur Kreisumlage

Wermsdorf (lga). Als zweischneidiges Schwert - so sieht Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU) eine Erhöhung der Kreisumlage (wir berichteten). "Auf der einen Seite profitieren die Gemeinden vom Landkreis. Unsere Schüler besuchen Schulen des Kreises, er trägt auch einen Großteil der Kosten für den Schülerverkehr. Und ebenso das ALG-II-Geld kommt von der Behörde", so das Gemeindeoberhaupt während der vergangenen Ratssitzung. Müller sitzt auch im Kreistag des Landkreises Nordsachsen. "Auf der anderen Seite müssen die Kommunen ihre Aufgaben erfüllen und das wird mit einer Erhöhung der Kreisumlage erschwert. Die Anforderungen werden größer, aber die Mittel weniger. Auch der Solidarpakt läuft aus." Eine höhere Kreisumlage - im noch nicht beschlossenen Haushalt 2011 ist sie mit 33,8 Prozent angesetzt - bedeutet für Wermsdorf 100 000 Euro Mehrausgaben. "Das Thema ist schwierig. Ich bitte aber die Gemeinderäte, die Diskussion aufmerksam zu verfolgen. Sie geht uns alle an."