17. März 2011 Sebastian Stöber (Torgauer Zeitung)

"Wille zur Unterstützung ist da"

Nordsachsen (TZ/seb). Bereits Anfang der Woche hat Landrat Michael Czupalla angekündigt, dass der Landkreis versuchen will, den Opfern der Katastrophe in Japan zu helfen. So sollen Kapazitäten hiesiger Krankenhäuser genutzt werden, um Opfern des Erdbebens eine ärztliche Versorgung angedeihen zu lassen. Die TZ fragte nach, ob das Hilfsangebot angenommen wurde.

TZ: Wie weit sind die Hilfsanstrengungen des Landkreises gediehen?
Michael Czupalla:
Ich hatte gestern ein Telefonat mit der Japanischen Botschaft in Berlin. Dort hat man sich für unsere Anteilnahme und das Angebot bedankt.

Ist absehbar, ob und wann die ersten Verletzten in nordsächsischen Krankenhäusern behandelt werden?
In dem Telefonat habe ich erfahren, dass momentan zunächst die organisatorischen Kräfte vor Ort konzentriert sind. Bei Bedarf wird sich die Botschaft an den Landkreis wenden – davon gehe ich aus.

Die TZ haben erste Leser-Anfragen erreicht, wie die Initiative des Landratsamtes unterstützt werden kann …
… das ist momentan noch schwer zu konkretisieren. Wir werden auf jeden Fall die Nummer 03421 7581013 im Landratsamt freischalten, unter der sich die Bürger über die Aktion informieren können.

Wann?
Ab heute.

Sie hatten angekündigt, für die Hilfe eine breite gesellschaftliche Schicht zu aktivieren. Wie ist der Stand?
Wie gesagt, die Krankenhäuser in unserer Trägerschaft sind mit im Boot. Ich habe auch mit Superintendent Dr. Stawenow gesprochen und mit zahlreichen Vereinsvorsitzenden telefoniert. Der Wille zur Unterstützung ist da.