Potsdam/Nordsachsen (TZ). Seit 1990 ist Nordsachsens Landrat Michael Czupalla ehrenamtlicher Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands OSV). Gestern wurde er in Potsdam wiedergewählt. Die TZ kam danach mit ihm ins Gespräch.
TZ: Glückwunsch zur Wiederwahl. Aus der Entlastung für den Terminkalender ist wohl nichts geworden.
Michael Czupalla: Danke. Nein, der bleibt weiter voll. Ich habe mich sehr gefreut, dass sowohl der geschäftsführende Präsident, Carl-Friedrich Holtmann, als auch ich einstimmig wiedergewählt wurden.
In der aktuellen Lage verheißt die Arbeit im Geld-Sektor jede Menge Stress …
… klar ist die Zeit nicht einfach. Aber die Sparkassen sind mehr als stabil aufgestellt. Wir haben nicht mit dem Geld gespielt, gehen verantwortungsvoll damit um.
Welche Aufgaben liegen jetzt vor Ihnen, vor dem OSV?
In Mecklenburg-Vorpommern sind per Reform sechs Großkreise entstanden, wir müssen die Strukturen der Sparkassen anpassen und in Sachsen wird die S-Finanz-Gruppe aufgelöst – wofür ich im Übrigen entschieden bin. Insgesamt geht es darum, die Stabilität aufrechtzuerhalten. Als wir 1990 begannen, waren wir 195 Kreditinstitute. Heute sind es 48 und der Prozess wird weitergehen.