Delitzsch. Heftig und unüberhörbar war die Kritik des Kreiselternrates am Landkreis Nordsachsen (wir berichteten). Fehlende Unterstützung hatte den aktuellen Vorstand dazu veranlasst, sich nicht wieder zur Wahl zu stellen, hieß es in der Versammlung des Gremiums vor wenigen Tagen. Weil sich keine Kandidaten für den Vorsitzenden, den Stellvertreter und den Schriftführer fanden, erklärten sich Daniela Winkler aus Oschatz und Steffi Gläser aus dem Raum Torgau bereit, den Rat bis zu einer erneuten Wahlversammlung in voraussichtlich zwei Wochen weiter zu leiten.
Landrat Michael Czupalla (CDU) räumt derweil ein, dass es in der Verständigung offenbar eine Schaltpause gegeben habe. "Wir brauchen den Kreiselternrat", machte er aber unmissverständlich klar und appellierte an alle Beteiligten, "dass wir uns schnell verständigen." Der Kreiselternrat und sein Vorsitzender würden als Verbindung zwischen den Schulen und dem Landratsamt gebraucht.
Der Landkreis werde das Gremium auch weiter unterstützen, sicherte Czupalla zu. So wie es in den vergangenen Jahren bereits geschehen sei. Nicht umsonst sei der Haushaltsetat beim damaligen Zusammenschluss der Elternräte von Delitzsch und Torgau-Oschatz von ursprünglich 850 Euro jährlich auf jetzt 2000 Euro erhöht worden. Dieses Geld werde für die anfallenden Fahrtkosten, wenn Elternräte zu den Sitzungen kommen, ebenso verwendet wie für Sachkosten, also Ausgaben für Geschäftsbedarf wie zum Beispiel Papier, Porto oder auch Druckerpatronen. Zudem werde auch bei der Bereitstellung von Technik geholfen.
Der Landrat habe ihm gegenüber betont, dass der Kreiselternrat jegliche Unterstützung erhält, sich bei Problemen immer an ihn oder aber die Schulverwaltung wenden könne, sagte Gunnar Greulich, stellvertretender Leiter der kommunalen Bildungsstätten des Landkreises. "Das war aber auch bisher schon so. Wir haben bei der Suche nach Tagungsräumen geholfen, stellen an den Verwaltungsstandorten und in den Schulen Technik zur Verfügung. Außerdem gingen verschiedene Einladungen zu Veranstaltungen des Kreiselternrates direkt über die Hauspost der Schulverwaltung. Neu ist unser Angebot, Informationen des Gremiums auf der Internetseite des Kreises zu veröffentlichen."