Nordsachsen. Bei den Städten und Gemeinden in Nordsachsen gibt es nach wie vor eine hohe Bereitschaft in die örtlichen Feuerwehren zu investieren. Dem Landratsamt Nordsachsen liegen für das Jahr 2012 bereits 73 Fördermittelanträge für Feuerwehren vor. "Als Bilanz für das Jahr 2011 kann festgestellt werden, dass die Landesförderung im Bereich des Feuerwehrwesens verbunden mit der Investitionsbereitschaft der Kommunen zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Wehren in Nordsachsen geführt hat", sagt Landratsamtspressesprecher Rayk Bergner. Dies sei nach Ansicht des Landratsamtes auch notwendig, denn längst erstreckt sich der Einsatz der Feuerwehren nicht mehr nur auf die Brandbekämpfung. Inzwischen habe die Feuerwehr auch viele Einsätze im Bereich der Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen oder bei der Beseitigung von Ölspuren.
Im vergangenen Jahr hatte das Landratsamt Nordsachsen offenbar keine Probleme, die vom Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellten eine Million Euro zu vergeben. Ein Teil des Geldes wurde auch in die Oschatzer Region investiert. Ein Drittel der investiven Maßnahmen konnte Wermsdorf für den Neubau der Calbitzer Feuerwehrhauses in Anspruch nehmen. Das Gebäude wird von Malkwitzer und Calbitzer Wehr gemeinsam genutzt. Für das Landratsamt ist dies auch ein Modellprojekt wie mit dem demografischen Wandel im ländlichen Raum umgegangen wird, hieß es aus der Kreisbehörde. Zehn Kommunen konnten sich im vergangenen Jahr über eine Fördermittelzusage von insgesamt 660 000 Euro freuen.
Neue Fahrzeugtechnik gab es für die Wehren in Schkeuditz, Eilenburg, Delitzsch, Schönwölkau, Bad Düben und Dommitzsch. Die Oschatzer Kameraden waren mit der Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen beteiligt. Auf der Wunschliste für die kommenden Jahre steht eine neue Feuerwache auf dem Plan.