28. Januar 2012 Anita Kecke (Leipziger Volkszeitung)

BKK-Studie - Sachsen weniger krank als andere im Osten

Leipzig. Die Sachsen haben nach dem BKK-Gesundheitsreport den niedrigsten Krankenstand in den ostdeutschen Bundesländern. Im Durchschnitt fehlten die sächsischen Beschäftigten im Jahr 2011 an 16,7 Tagen krankheitsbedingt. Die meisten Fehlzeiten wies Berlin auf mit 18,6 Tagen vor Brandenburg mit 18,3 Tagen. Der Bundesdurchschnitt lag bei 15,3 Tagen.
Die niedrigsten Krankenstände verzeichneten Bayern (13,3 Tage) und Baden-Württemberg (13,8 Tage). Diese Zahlen stammen aus dem Gesundheitsreport, den der BKK Landesverband Mitte jährlich erstellt.
Ganz vorn rangierten nach Auskunft von Pressesprecher Matthias Tietz ­Muskel- und Skeletterkrankungen (24,7 Prozent), gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 14,8 Prozent und Verletzungen (13,9 Prozent). Bereits an vierter Stelle folgten die psychischen Erkrankungen mit 11,2 Prozent. "Die psychischen Leiden weisen die gravierendsten Steigerungsraten auf", sagte Tietz.
Die einzelnen Landkreise in Sachsen lassen deutliche Unterschiede erkennen. Die Spanne reicht von durchschnittlich 20,3 Krankheitstagen in Görlitz und 18,6 Tagen in Nordsachsen bis zu 13,7 Tagen in Dresden.
Nach Berufszweigen sind die sächsischen Postboten mit 20,4 Fehltagen am häufigsten erkrankt, die Mitarbeiter in der Energie- und Wasserwirtschaft (10,2 Tage) am wenigsten.
Der Gesundheitsreport 2011 fußt auf den Daten von bundesweit 12,1 Millionen BKK-Versicherten und gilt damit als repräsentativ. Dem BKK Landesverband Mitte, der in Magdeburg sitzt, gehören 26 Betriebskrankenkassen an mit 2,6 Millionen Mitgliedern.