31. Januar 2012 Leipziger Volkszeitung

Die Linke im Zeichen der Jugend

Kreisverband Nordwestachsen steckt bei Klausur weitere Ziele ab

Bad Düben (red). Die Frühjahrskampagne "Die Jugend braucht's!" stand im Mittelpunkt der Klausurtagung, zu der sich Nordwestsachsens Partei Die Linke am Sonnabend in Bad Düben traf. "Man braucht nur einmal die einzelnen Worte dieses Slogans, verschieden betont, aussprechen, schon erschließen sich aktuell die notwendigen Denk- und Handlungsrichtungen", kommentiert Linke-Sprecher Peter Streubel das Motto. Der Kampagne geht eine mehrwöchige Analyse des Zustands der Kinder-und Jugendarbeit vor Ort voraus. Dabei werden die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben untersucht, die Folgen der Kürzung der Jugendpauschale dokumentiert und die Bestandsfähigkeit der in den Kommunen existierenden Jugendklubs und ähnliche Einrichtungen betrachtet. Darüber hinaus sollen die Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen geprüft und der Forderung nach Schulsozialarbeit nachgegangen werden. Ergebnisse werden am 26. März vorgestellt. Gleichzeitig ist das der Beginn der heißen Veranstaltungs- und Aktionsphase der Kampagne im Kreisgebiet.
Bis zum 9. Juni wird es zudem zwei jugendpolitische Konferenzen geben, die den Untertitel tragen: "U 35 kommt jetzt und hier zu Wort!". Der Landesverband der Linksjugend startet im April eine Bustour im Kreisgebiet und ergänzt die Kampagne mit einem Konvent "Jugend und soziale Gerechtigkeit". Dort sollen Forderungen vor allem an die Landespolitik gesammelt werden.
Mit der Kampagne bestärken die Linken die Verwaltungen, sich noch entschlossener einer nachhaltigen Gestaltung der Kinder- und Jugendarbeit zuzuwenden und setzen sich für gesicherte Arbeitsplätze für Fachkräfte, für die Fortführung erfolgreicher Modellprojekte und für Planungssicherheit für die Kommunen ein, um klar definierte Kriterien öffentlicher Förderung zugunsten von Kindern und Jugendlichen zu erreichen. Zur Klausurtagung wurde auch über die strategische und personelle Aufstellung des Kreisverbandes in Hinblick auf die anstehenden Wahlen 2013, 2014 und 2015 diskutiert. Ganz im Sinn der Kampagne war es dann wohl auch eine logische Folge, "dass gefordert wurde, dass eine junge Kandidatin der Linken zur Bundestagswahl antreten muss, damit von ganz oben bis vor Ort hier in Nordsachsen bessere Bedingungen für die junge Generation wirklich beschlossen und geschaffen werden können", so Streubel.