13. Januar 2012 Leipziger Volkszeitung

Landtagsbeschluss - Mehr Geld für Nordsachsens Schülerverkehr

Nordsachsen/Schkeuditz (rohe). Der Landtag hat am Dienstag die Neuregelung bei der Finanzierung des Ausbildungsverkehrs in Sachsen auf den Weg gebracht. Dies geht es einer Mitteilung der sächsischen FDP-Fraktion hervor. Der Verkehrsausschuss des Parlaments habe einen neuen Verteilungsschlüssel für die Zuschüsse des Freistaates an die Landkreise und kreisfreien Städte beschlossen, heißt es. Mit diesen Mitteln werden ermäßigte ÖPNV-Tickets für Schüler, Berufsschüler und Studenten gefördert.
Für die Jahre 2012/13 erhalte der Landkreis Leipzig insgesamt etwa 570000 Euro mehr als bisher, der Landkreis Nordsachsen sogar rund 840000 Euro mehr. Insgesamt stellt der Freistaat ab 2013 für Nordsachsen rund 3,54 Millionen Euro bereit. In diesem Jahr sind es noch etwa 3,45 Millionen während es 2011 zirka 374000 Euro weniger waren.
"In Schkeuditz gibt es etwa 390 Schüler, die mit dem Bus von und zur Schule fahren. Die Schülerzahlen der Thomas-Müntzer-Grundschule sind da nicht dabei. Hier kommen aber auch viele Schüler aus Sachsen-Anhalt", informierte Birgit Gründling von der Stadtverwaltung. Der Schülerverkehr klappe im Großen und Ganzen gut. Mit zusätzlichem Geld könne man natürlich noch optimieren. "Es gibt Hinweise, einen Schulbus zur zweiten Unterrichtsstunde haben zu wollen", sagte Gründling. Bisher werde dies vom Bus-Unternehmen aber als nicht lohnend eingeschätzt.
Während Nordsachsen sich über mehr Geld freuen kann, erhält die Stadt Leipzig in den Jahren 2012 und 2013 rund 617000 Euro weniger. In diesem Jahr werden hier die Zuwendungen um rund 143000 Euro gekürzt, ab 2013 sind es sogar etwa 474000 Euro weniger. Insgesamt muss Leipzig ab 2013 mit rund 7,3 statt bisher 7,8 Millionen Euro wirtschaften. Durch ein neues Berechnungsmodell profitieren insbesondere ländliche Regionen künftig stärker, weil der tatsächliche Mehraufwand für die Schülerbeförderung besser berücksichtigt werde, heißt es von der Fraktion. Die Schülerzahl und das Verhältnis von Schülern zur Gesamtfläche eines Landkreises fielen stärker ins Gewicht. Mit dem neuen Modell erhalte der ländliche Raum insgesamt rund 2,5 Millionen Euro mehr als bisher, teilt die FDP mit.