Ím August werden es unglaubliche zehn Jahre, die seit der Flut-Katastrophe 2002 vergangen sind. Zehn Jahre, in denen sehr viel passiert ist im Hochwasserschutz. Nordsachsen ist mit Elbe und Mulde ein Zweistromlandkreis und damit bei Hochwasser doppelt gefährdet. Dem entsprechend groß war und ist der Schutzauftrag. Was der Freistaat mit seiner Landestalsperrenverwaltung in den vergangenen Jahren geleistet hat, ist beispielhaft. Zahlen sind dabei Schall und Rauch. Ein Berg Geld stoppt kein Hochwasser. Es ist ein Finanzierungsmittel, das nur im Zusammenspiel mit den Verwaltungen und der Politik Wirkung erzielt. Sachsen hat es geschafft, hohe und Zeit fressende bürokratische Hürden abzubauen. Die Wahrheit liegt neben den Deichen. Nordsachsen blickt heute auf ein leistungsstarkes Schutzsystem, auch wenn es noch nicht komplett ist. Sehr stark betroffen war Eilenburg. Die Muldestadt ist heute zu 100 Prozent "dicht", wenn sogenannte hundertjährige Hochwasser auf die Stadt zukommen. Das liegt vor allem daran, dass Eilenburg lange vor der Katastrophe intensiven Hochwasserschutz betrieben hat. Für alle anderen gefährdeten Bereiche müssen aber auch 100 Prozent erreicht werden. Denn Wasser sucht sich seinen Weg und findet jede Lücke.