Zum Hauptinhalt springen

Christian Wendt (Leipziger Volkszeitung)

Fragenlawine im Ausschuss

Diskussion über Kosten des Kinder- und Jugendhilfetelefons

Diskussion über Kosten des Kinder- und Jugendhilfetelefons

Nordsachsen (cw). Länger als erwartet gestaltete sich die Präsentation des Projekts "Kinder- und Jugendtelefon" im Jugendhilfeausschuss am Dienstagabend in Torgau. Dies lag einerseits daran, dass Antje Möhring und Kristin Drechsler vom Kinderschutzbund Leipzig eine recht umfassende Erläuterung des Leistungsspektrums des Sorgentelefons boten, andererseits aber auch daran, dass es plötzlich Diskussionen hinsichtlich der Finanzierung gab. So empfand beispielsweise Ausschussmitglied Peter Klepel den Verteilungsschlüssel für die Kosten als ungerecht. Hintergrund: Das Sorgentelefon wird anteilsmäßig durch die drei Landkreise Nordsachsen, Mittelsachsen, Leipziger Land, die Stadt Leipzig und durch Eigenleistungen des Kinderschutzbunds finanziert. Dabei entfallen auf Nordsachsen 18,8 Prozent, was knapp 9000 Euro pro Jahr ausmacht. Leipzig trägt 38 Prozent - nach Meinung Klepels zu wenig, weil die Messestadt doch deutlich mehr Kinder und Jugendliche zähle. Dem widersprach Möhring. Der Verteilungsschlüssel bemesse sich klar nach der Anzahl der Kinder und Jugendlichen. Drechsler betonte, dass das Sorgentelefon wegen der bundesweiten Netzwerkstrukturen auch ohne Beteiligung Nordsachsens funktionieren würde. Sie verwies allerdings auf das Solidaritätsprinzip, wonach die Kosten auf viele Schultern verteilt sein sollten. Die Vertreter des Kinderschutzbunds irritierte die Fragen-Lawine, die über sie hereinbrach. Schließlich habe die Finanzierung des Projekts nicht zur Diskussion gestanden.
Bei dem Sorgentelefon handelt es sich um eine kostenfreie und anonyme Beratung, die von montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr angeboten wird. Vor allem am Samstag ist das Telefon mit jugendlichen Ansprechpartnern besetzt. Die Zahl der Anrufe betrug im vergangenen Jahr 20 000 mit knapp 5000 Beratungsgesprächen. Mehr unter www.nummergegenkummer.de.

Antje Möhring vom Kinderschutzbund Leipzig stellt am Dienstag im Jugendhilfeausschuss das Projekt Kinder- und Jugendtelefon vor. 

Wir hoffen, dass Sie das vergangene Jahr gut überstanden haben und mit Zuversicht im Neuen ankommen konnten. Das bleibt eine Herausforderung, der wir uns alle stellen dürfen.

Wir bleiben optimistisch. Es war nicht alles schlecht und es wird nicht alles schlecht. Dafür setzen wir uns als LINKE weiter ein Wir wünschen uns und Ihnen ein soziales, friedliches, gerechtes und nachhaltiges Miteinander in Nordsachsen.