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LVZ, Delitzsch-Eilenburg; S. Prenzel

7,7 Millionen Euro für die Kultur: Konvent verteilt Mittel auf fünf Sparten - Kulturraum segnet Löwenanteil für die Orchester ab

Nordsachsen. Für kulturelle Einrichtungen und Projekte in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen hat der Kulturkonvent kürzlich in Grimma rund 7,7 Millionen Euro Fördergelder für das Jahr 2018 bewilligt. Die Mittel verteilen sich auf fünf Sparten, wobei auf den Bereich der professionellen Orchester und Musik-Initiativen mit rund 3,8 Millionen Euro der Löwenanteil entfällt.

Die Kreise Leipzig und Nordsachsen bilden dabei gemeinsam den Kulturraum Leipziger Raum. Insgesamt gibt es in Sachsen fünf ländliche und drei urbane Kulturräume. Der Mindestzuschuss des Freistaates an alle Regionen wurde Ende vorigen Jahres von der Landespolitik auf 94,7 Millionen Euro festgeschrieben, das sind acht Millionen mehr als noch 2008 nach der Gebietsreform in Sachsen festgelegt. Erst kürzlich war das entsprechende Gesetz von einer Expertengruppe des sächsischen Wissenschafts- und Kunstministeriums evaluiert worden. Im Kern bleibt es beim Finanzierungsmodus von regional bedeutsamen Kultureinrichtungen, der durch die jeweiligen Sitzgemeinden, die Kulturraum-Zweckverbände und Landesgelder bewältigt wird.

Wichtige Weichenstellungen hatten die lokalen Akteure 2017 vorgenommen. Nachdem die bisher über den Kulturraum finanzierten beiden Musikschulen aus den Kreishaushalten finanziert werden, stehen zusätzliche Gelder für die Musik-Sparte zur Verfügung. Das schlägt sich unter anderem in höheren Zuschüssen für die beiden Kulturraum-Orchester nieder. Das Leipziger Symphonieorchester mit Sitz in Böhlen erhält eine Zuwendung von knapp 1,79 Millionen Euro, die Sächsische Bläserphilharmonie mit Sitz Bad Lausick 1,85 Millionen Euro. Damit stehen den Klangkörpern insgesamt rund 800 000 Euro mehr als bislang zur Verfügung. Die Kurrende Bad Düben wird mit rund 16 000 Euro bedacht. Weitere Posten ermöglichen die Orgel- und Sommermusiken in Oschatz (3400 Euro), die Kirchenmusik in Delitzsch (2500 Euro), die Internationale Sängerakademie sowie Kirchenkonzerte in Torgau.

Für die Sparte Kunst und Kultur werden 1,3 Millionen ausgegeben. Den größten Posten erhält der Kulturbetrieb Schloss Hartenfels (427 852 Euro). Summen gehen an die Patronatskirche Wölkau (5000 Euro), das Kunst-, Museums- und Integrationsprojekt Wermsdorf (18 000 Euro), die Ring-Galerie Torgau (40 000 Euro), KulturNetz Mühlenregion Nordsachsen (85 000 Euro). Auch die Galerie Bader-Scheune (20 000 Euro), art-Kapella Schkeuditz (40 000 Euro), Haynaer Strandverein (34 149 Euro) oder Pfarrscheune Schenkenberg (4500 Euro) profitieren. Mit 22 000 Euro wird die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau bezuschusst. 15 000 Euro gehen an das Projekt LandSchafftTheater Bad Düben, 72 000 Euro an das Sternprojekt Nordsachsen.

Für Museen in den beiden Landkreisen stehen rund 870 000 Euro zur Verfügung. Die größten Summen erhalten das Volkskundemuseum Wyhra, das Kreismuseum Grimma und das Museum Torgau mit 115 000, 110 000 Euro beziehungsweise 103 0000 Euro. Die Museen in Delitzsch (87 000 Euro), Oschatz (51 000 Euro), Eilenburg (40 000 Euro), Taucha (10 000 Euro), Bad Düben (40 000 Euro) und Schkeuditz (7000 Euro) dürfen ebenfalls auf Zuschüsse zählen.

Im Bereich Soziokultur fließen rund 1,2 Millionen Euro. Die größte Einzelsumme erhält wie bereits im Vorjahr mit 145 000 Euro das Soziokulturelle Zentrum Kuhstall Großpösna. 90 000 Euro bekommen das Soziokulturelle Zentrum in Delitzsch, 78 000 Euro die Villa Musenkuss in Schkeuditz, 54 000 Euro das Kulturhaus Sonne in Schkeuditz, 38 000 Euro das Bürgerhaus in Eilenburg. An das Kulturhaus in Torgau gehen 92 000 Euro. Zuschüsse sieht der Konvent außerdem für das Musik- und Theaterjahr 2018 in Krostitz (21 330 Euro), das E-Werk in Oschatz (51 583 Euro), das BAFF-Theater Delitzsch (73 500 Euro), die Kulturbastion Torgau (112 000 Euro) vor.

An öffentliche Bibliotheken fließen laut Förderliste rund 630 000 Euro; den größten Betrag erhält Borna mit 100 000 Euro inclusive Mediothek. Im Landkreis kommen 15 weitere Stadt- und Gemeindebibos in den Genuss der Kulturraum-Gelder, die zwischen rund 6000 und 50 000 Euro liegen.

Zuwendungen für Strukturmaßnahmen in Höhe von 27500 Euro wurden zudem für den Antrag „Verlagerung der Stadtbibliothek Eilenburg“ genehmigt. Bewilligt wurden Anträge auf Zuweisungen aus Investitionsmitteln für neue Bühnenvorhänge in der Stadthalle in Oschatz sowie die Nachrüstung der Raumkühlung für das Kulturhaus Sonne.

„Insgesamt lagen dem Kulturkonvent 132 Anträge für das Jahr 2018 vor“, so Klaus-Dieter Anders in seiner Funktion als Vorsitzender des Kulturraum-Beirates. Gestern stand eine weitere Entscheidung an. Nachdem Konventvorsitzender Henry Graichen (CDU) den bisherigen Kultursekretär im Sommer beurlaubt hatte, soll die Stelle wieder besetzt werden.


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