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LVZ (Region Oschatz), C. Kunze

Andreas Sachse aus Oschatz ist neuer Kopf des Linken-Ortsverbandes Collm-Döllnitz

Andreas Sachse löst Gerhard Bader ab. Diese Veränderung an der Spitze des Linkspartei-Ortsverbandes Collm-Döllnitz führten die Mitglieder am Wochenende herbei. Mit 100 Prozent aller abgegeben gültigen Stimmen votierten sie für den ehemaligen Glossener, der ein Vierteljahrhundert Erfahrung in der Kommunalpolitik vorzuweisen hat.

Oschatz. Andreas Sachse ist neuer Vorsitzender des Ortsverbandes Collm-Döllnitz der Linkspartei. Zur turnusmäßigen Wahlversammlung am Sonnabend erzielte der einzige Kandidat für das Amt das bestmögliche Ergebnis von 100 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Die 21 anwesenden Mitglieder wählten zudem einen neuen Vorstand, bestehend aus acht Personen. Dazu gehören zudem Gerhard Bader, Hans Heßler, Renate Heinze, Edda Leuschner, Christof Beeger, Roland Wittenberg und Wolfgang Niemann.

Andreas Sachse (geboren 1953) zog vergangenes Jahr von Glossen nach Oschatz. Seit 1994 engagiert er sich in der Kommunalpolitik, erst im Gemeinderat Sornzig-Ablaß, nach der Fusion mit der Stadt Mügeln im dortigen Stadtrat. Der Ruheständler und Kreisrat ist verheiratet und hat drei Kinder. Eines seiner Ziele ist die Verjüngung des Verbandes. „Es sind keine Wunder zu erwarten. Die Jugend zieht fort, wir altern. Dem muss entgegen gewirkt werden.“ Erreichen will Sachse dies mit breiter aufgestellter Öffentlichkeitsarbeit als bisher. Presse, soziale Medien, Homepagearbeit, Infostände und Veranstaltungen zu aktuellen Themen sollen dabei helfen. Wiederbeleben möchte er zudem die regelmäßige Sprechstunde des Verbandes im E-Werk.

Gerhard Bader bleibt aktiv

Andreas Sachse löst den langjährigen Vorsitzenden Gerhard Bader ab. Bader feiert heute seinen 71. Geburtstag und lehnte eine erneute Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen ab. Der scheidende Vorsitzende ist, wie auch sein Nachfolger, seit 1994 kommunalpolitisch für Die Linke aktiv. „Ich habe das immer gern gemacht“, resümiert der Limbacher, der weiter im Vorstand mitarbeiten wird. Er erinnerte an den erfolgreichen Kampf gegen eine Giftmülldeponie zwischen Leuben und Limbach, die kontinuierliche Arbeit im Oschatzer Stadtrat und die zahlreichen politischen Größen auf Bundes- und Landesebene, die er für Auftritte in Oschatz gewinnen konnte, etwa Peter Porsch, Petra Pau und Gregor Gysi.

Als Bader vor fast 25 Jahren begann, hatte die Linke in der Region knapp 1000 Mitglieder. „Von solchen Strukturen können wir heute nur träumen. Deshalb muss es unser gemeinsames Ziel mit dem neuen Vorsitzenden sein, für die bevorstehenden Wahlen des Landtags und der Kommunalparlamente im Altkreis Oschatz möglichst viele Kandidaten aufzustellen“, blickte Bader in die Zukunft.

Gedenken an Ernst Thälmann erneuern

Gesetzt sind für das Jahr 2018 in Bürgerforum zum Breitbandausbau im April in Verbindung mit den verbandsweiten Kampagnen und der Aktion „Glasfaser liegt an – Jetzt: Nordsachsen voran!“ Weitere Vorhaben sind das Erinnern an den 200. Geburtstag von Karl Marx, eine Veranstaltung am 1. Mai in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften, das Gedenken an den Tag der Befreiung (8. Mai) am Denkmal im Stadtpark sowie das zuletzt aus Sicht des Verbandes vernachlässigte Gedenken an Ernst Thälmann. Ihm ist ein Gedenkstein an der Brüderstraße gewidmet. Ebenso im Fokus haben die Linken den 80. Jahrestag der Reichspogromnacht und eine Initiative zum 100. Jubiläum der Novemberrevolution, gemeinsam mit Vertretern des Oschatzer Heimatvereins und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.


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