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Christian Wendt Torgauer Zeitung

"Die Verwaltung hat Mut aufgebracht"

Am Donnerstag öffnet sich Einwohnern Torgaus ein scheinbar undurchsichtiges Zahlendickicht: Um 18 Uhr können Interessierte im Rathaus nicht nur Einblick in den Haushalt nehmen sondern auch mit Stadträten darüber diskutieren.

 

Torgau. Einer, der mit dabei sein wird, ist der fraktionslose Linke Peter Deutrich. Mit ihm kam die Torgauer Zeitung gestern Vormittag ins Gespräch.

TZ: Herr Deutrich, Sie müssen doch auf Wolke sieben schweben. Jahr für Jahr  haben Sie als Stadtrat für mehr Bürgerbeteiligung gekämpft und nun überrascht Oberbürgermeisterin Romina Barth mit einer solchen Veranstaltung...
Peter Deutrich:
Selbst wenn‘s jetzt bestimmt welche geben wird, die meinen, dass ich schleime – aber ich bin froh über das Angebot, auch wenn ich mir die Sache nicht alleine ans Revers heften will. Die OBM unterstreicht damit den Anspruch von Transparenz und Bürgernähe, weshalb ich auch gerne dort hin kommen werde. Es ist – soweit ich denken kann – das erste Mal überhaupt, dass die Verwaltung dem Bürger eine solche Möglichkeit einräumt, mit Stadträten in den Dialog zu kommen. Einfach großartig.
 

Glauben Sie, dass viele das Angebot annehmen werden?
Ich hoffe doch.
 

Wurden Sie darauf bereits angesprochen?
Dafür reichte die Zeit noch nicht. Schließlich ist die Meldung ja erst am Samstag öffentlich gemacht worden.
 

Die nichtöffentliche Klausurtagung zum Haushalt liegt erst wenige Tage zurück: Wie weit ist man mit dem Haushalt?
Wir werden natürlich einen Schwerpunkt beim Bau der Jugendherberge haben. Zudem hoffe ich, dass in den Bereichen Gehwege- und Spielplatzbau investiert wird. Bei Letzterem freut es mich, dass man den Spielplatz in der Straße „Unter den Linden“ endlich in Angriff nimmt.
 

Eine Diskussion mit Bürgern über den Haushalt ist aber noch längst kein Bürgerhaushalt, in dem der Bürger die Richtung vorgibt...
Und trotzdem, die Verwaltung hat endlich den Mut aufgebracht, die Bürger mit ins Boot zu holen. Und diese können nun auch erfahren, wie schwierig es ist, einen Haushalt aufzustellen. Soll ich mehr Schulden machen oder setze ich auf Schuldenabbau? Sollen Steuern angehoben werden? Wenn ja, welche? Nach der Diskussion würde ich mir wünschen, dass sich die Bürger mit konkreten Vorschlägen auch an die Fraktionen wenden.


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