Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

LVZ Delitzsch-Eilenburg, I. Fischer

Eilenburg als Nabel der digitalen Arbeit im Osten

Digitales Zentrum zieht im Sommer in Bürogebäude am Maxim-Gorki-Platz / Einrichtung sammelt und übermittelt Forschungs- und Erfahrungswissen

Eilenburg. Ab dem Sommer ist Eilenburg zumindest in Ostdeutschland einer der Nabel der digitalen Welt. Denn dann zieht das Zentrum für digitale Arbeit am Maxim-Gorki-Platz bei der Eilenburger Wohnungsbau und -verwaltungsgesellschaft (EWV) ein. Elf Mitarbeiter des Projektträgers Arbeit und Leben Sachsen übernehmen dort die Büros des ausziehenden Verwaltungsverbandes Eilenburg-West und koordinieren von hier aus die Arbeit der fünf Regionalzentren in den fünf ostdeutschen Bundesländern mit jeweils 15 Mitarbeitern, darunter das sächsische Büro mit Sitz in Chemnitz.

Demografischer Wandel

Frank Schott, Geschäftsführer von Arbeit und Leben: „Die digitale Entwicklung stellt für alle Unternehmen und Arbeitnehmer eine Herausforderung dar. Unser Zentrum generiert, bündelt und transferiert übergreifendes Forschungs- und Erfahrungswissen zum digitalen und demografischen Wandel des Arbeitsmarktes für eine lernende Arbeitspolitik.“

Allein für das digitale Zentrum, dessen Mitarbeiter schon seit Oktober 2019 beim Verein Arbeit und Leben in Leipzig wirken und das unter anderem mit der Universität und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig Projektpartner hat, stellen EU und Bund zunächst bis Juni 2022 insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Doch auch danach“, so wagt die Vor-Ort-Projektleiterin Petra Gärtner eine vorsichtige Prognose, „wird das Thema ja nicht einfach vom Tisch sein.“

Warum Eilenburg?

Sicher ist auf jeden Fall, dass die 61-jährige Leipzigerin erst mal bis 2022 ihren Arbeitsplatz in Eilenburg hat. Doch warum fiel die Wahl gerade auf Eilenburg?

Frank Schott: „Als klar war, dass Sachsen den Zuschlag für das ostdeutsche Zentrum bekommt, gab es von Wirtschaftsminister Martin Dulig nur eine Vorgabe an uns als Projektträger: Das Zentrum kommt in den ländlichen Raum.“

Bei der anschließenden Suche hat es der Muldestadt sicher nicht geschadet, dass der heutige Tauchaer Frank Schott in Eilenburg aufgewachsen ist und Oberbürgermeister Ralf Scheler auch aus seiner Zeit als Präsident der Handwerkskammer gut kennt. Doch es gibt auch andere Gründe.

So hat der Verein Arbeit und Leben schon seit 2016 einen seiner 83 Mitarbeiter in einem Büro am Maxim-Gorki-Platz. „Als Bildungsdienstleister in Vereinsstruktur, der von Gewerkschaften und Volkshochschulen getragen wird, haben wir von Eilenburg aus Nordsachsen betreut, mit der hiesigen Kreisvolkshochschule, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur eng zusammengearbeitet.“ Und auch mit Firmen wie der EBAWE Anlagentechnik GmbH gebe es in Sachen arbeitsplatzbezogene Qualifikation eine inzwischen 20-jährige gute Zusammenarbeit.

Gut erreichbar

Eilenburg punktete zudem auch mit den gut erreichbaren Büros samt Parkplätzen sowie einer guten Bahn- und Straßenanbindung. „Doch auch das Bürgerhaus“, so Frank Schott, „ haben wir als kleines Konferenzzentrum durchaus im Blick.“ Denn selbst bei einem digitalen Zentrum läuft eben nicht alles nur online. So sei für ihn klar, dass die 1. Beiratssitzung des derzeit in Gründung befindlichen Projektbeirates Vertreter aus allen fünf ostdeutschen Ländern nach Eilenburg führen wird.


Schön, dass Sie hier sind! Wenn Sie Fragen haben oder uns  besser kennenlernen möchten: Sprechen Sie uns an: per Email unter kontakt@linksfraktion-nordsachsen.de oder persönlich jeden Dienstag im LINKS.Punkt, Breite Straße 9 in Eilenburg. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und laden Sie herzlich ein, bei uns mitzuwirken.

Unsere überarbeitete Datenschutzerklärung finden Sie hier.