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Dr. Michael Friedrich

Einfach nur umprofessionell

Unsere tiefe Sehnsucht nach normalem Leben ist nach über einem Jahr Corona mehr als nachvollziehbar. Dass sich hier deutliche Fortschritte, wenn überhaupt, nur äußerst langsam und zäh einstellen, erzeugt selbst bei den Gutwilligsten berechtigten Frust, verbunden mit Unverständnis über offensichtliche Versäumnisse, bizarre Bürokratie, handwerkliche Fehler und nicht eingehaltene Versprechungen. Der Vorsitzende der LINKEN im Kreistag, Dr. Michael Friedrich, nennt einige Beispiele, die nur noch Kopfschütteln hervorrufen:

Beispiel Impfen:                       Erst gab es viel zu wenig Impfstoff, jetzt bleibt Astra Zenica zu Hundert-tausenden Dosen liegen. Während andere Länder in Turnhallen, in Bars und selbst bei IKEA die Spritzen zücken und über einen elektronischen Impfpass die Dokumentation erledigen, dürfen bei uns trotz wochenlanger Diskussionen und wohltönender Absichtsbekundungen bis zur Stunde noch nicht einmal die Hausärzte ran. Erst ab Mitte April soll dies gestattet sein. Aber auch nur vielleicht, weil die Länder davon abweichen dürfen. Zwar verspricht die Kanzlerin „alle Flexibilitäten beim Impfen nutzen zu wollen“. In der Realität aber ziehen sich die Überarbeitung des Bürokratiemonsters Impfverordnung und wohl auch die Vergütungsverhandlungen für die Ärzte über Wochen dahin. Auch der Umgang mit dem russischen Impfstoff Sputnik V, der in vielen Ländern auch außerhalb Russlands offenbar gute Wirkung erzielt, ist gelinde gesagt grob fahrlässig. Dass mit der EU-Zulassung hier so auf Zeit gespielt wird, ist nicht nachzuvollziehen und hat eindeutig ideologische Gründe. Wertvolle Monate verstreichen, was Tausende zusätzliche Todesopfer fordert und den Lockdown unnötig verlängert. 

Beispiel Schnelltests:                Zum 1. März sollten sie kommen, kostenlos für alle und verbunden mit neuen Öffnungsperspektiven für den Handel, die Kultur und den Sport. Die Kanzlerin musste diese vollmundige  Ankündigung von Gesundheitsminister Spahn wieder einkassieren, weil sie nicht zu halten war. Wenige Tage später aber wurde das Versprechen in der MP-Runde  erneuert. Und wieder scheitert es an der Realität. Selbst die so wichtige Schulöffnung für alle ab 15. März wird ohne die versprochenen wöchentlichen Schnelltests für alle Schulen auskommen müssen – ein vermeidbares, hohes Risiko! Da kann die neugebildete Task Force für die Beschaffung dieser Tests, bei der der so überaus erfolgreiche Verkehrsminister Scheuer mit an der Spitze stehen darf, ganz bestimmt schnell Abhilfe schaffen…

Die verpfuschte Impfstrategie, verwirrende Öffnungsperspektiven, keine Planungssicherheit für viele Selbständige und Kulturschaffende, fehlende Lüftungsanlagen in den Schulen und Kitas, krasse Digitalisierungsdefizite in den Schulen und Behörden, eine Corona-Warn-App, die  zwar Millionen gekostet hat, aber kaum etwas bringt, mangelhafte Flexibilität auf allen Ebenen verbunden mit überbordender Bürokratie und ängstlicher Absicherungs-Mentalität, nicht zuletzt jedoch die völlig intransparenten Entscheidungszirkel auf höchster Ebene fernab von allen Parlamenten – das ist die toxische Mischung, die die Menschen müde macht und auf den Nerv geht. Wenn hier nicht bald ein „Ruck durch das Land geht“ (Alt-Bundespräsident Roman Herzog), sehe ich für die Bundestagswahlen im Herbst schwarz.


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