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Dr. Michael Friedrich, Fraktionsvorsitzender

Gewalt und LINKS geht nicht zusammen!

KTF DIE LINKE

Nach den neuerlichen Ausschreitungen autonomer gewaltbereiter Gruppen in Leipzig-Connewitz anlässlich der genehmigten Demonstration gegen das Verbot der Plattform „linksunten.indymedia“ sagt Dr. Michael Friedrich, Vorsitzender der LINKEN im Kreistag Nordsachsen:

Gewalt und LINKS geht nicht zusammen! Wir LINKE distanzieren uns eindeutig und ohne Wenn und Aber von den gewaltsamen Ausschreitungen und dem durch nichts begründeten Hass gegenüber der Polizei und anderen Ordnungskräften. Wer für Meinungs- und Pressefreiheit auf die Straße geht, leistet mit solchen Ausschreitungen seinem berechtigten Anliegen einen Bärendienst. Links ist dieser Krawalltourismus schon gar nicht. Gewalt widerspricht fundamental unserer Programmatik und unserem Menschenbild. Gewalt zerstört darüber hinaus den Freiraum für all diejenigen, für die ja gerade in Leipzig demonstriert wurde. Man muss unseren Staat und seine Polizei gewiss nicht lieben und soll gern deren Handlungen kritisch hinterfragen. Das Mindeste aber ist, das Leben und die Gesundheit aller Menschen ungeachtet deren Meinung zu achten und die völlig unsinnige Stilisierung der Polizei als „Bastarde“ und Schlimmeres zu unterlassen.

Unverständlich und unerfreulich für uns LINKE ist in diesem Zusammenhang die dauerhafte Inanspruchnahme  der politischen LINKEN mit  „Linksterrorismus“ in den Medien. Leider konnte auch Landrat Emanuel unlängst bei seiner Neujahrsansprache auf Schloss Hartenfels der Versuchung nicht widerstehen, diesen den Fakten widersprechenden Tonfall zu bedienen. Die Steinewerfer in Connewitz  jedenfalls sind keinesfalls Linke. Vielmehr sind sie autonome Gewalttäter und erlebnisorientierte Hooligans. Sie sind somit schlicht Straftäter, die von der Justiz zur Verantwortung zu ziehen sind. Diese autonomen  Gruppen begehen unabhängig und ungefragt von uns LINKEN ihre Gewalttaten. Sie handeln weder in unserem Auftrag noch mit unserem auch nur indirekten Einverständnis. Vielmehr schaden sie der linken Sache enorm, was überaus deutlich beim gegenwärtigen OBM-Wahlkampf  in Leipzig zu beobachten ist. Es ist unsere Erwartung, dass hier die Berichterstattung sauberer wird und die Versuche aufhören, mit dem unzutreffenden Terminus „Linksterrorismus“ die politische LINKE mit ins Schlepptau dieser Straftaten zu ziehen.


Schön, dass Sie hier sind! Wenn Sie Fragen haben oder uns  besser kennenlernen möchten: Sprechen Sie uns an: per Email unter kontakt@linksfraktion-nordsachsen.de oder persönlich jeden Dienstag im LINKS.Punkt, Breite Straße 9 in Eilenburg. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und laden Sie herzlich ein, bei uns mitzuwirken.

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