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LVZ Delitzsch-Eilenburg

Gewerkschaft warnt vor Altersarmut in Nordsachsen

Jeder fünfte Beschäftigte verdient unter 2050 Euro

Nordsachsen. 10 200 Menschen im Kreis Nordsachsen seien trotz Vollzeitjob von Altersarmut bedroht – das erklärte nun die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung beruft. Demnach verdienen 21,8 Prozent aller Beschäftigten, die im Kreis Nordsachsen in Vollzeit arbeiten, weniger als 2050 Euro brutto im Monat. Rein rechnerisch müssten sie mehr als 45 Jahre lang arbeiten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen. 

„Altersarmut ist kein Schreckensszenario in der Zukunft, sondern für viele Menschen längst Realität. Die Rente derer, die zum Beispiel jahrzehntelang in einer Bäckerei oder Gaststätten gearbeitet haben, reicht schon heute oft nicht aus“, so NGG-Regionalgeschäftsführer Jörg Most mit Blick auf die aktuelle Debatte rund um die Alterssicherung. Rentenkürzungen oder Forderungen über ein späteres Eintrittsalter seien der falsche Weg. Stattdessen müsse die Politik die gesetzliche Rente stärken. Dafür müssten angesichts des demografischen Wandels auch weitere Mittel aus dem Bundeshaushalt fließen und die Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen, weiterentwickelt werden. Das Rentenniveau, also die durchschnittliche Rente nach 45 Beitragsjahren bei mittlerem Verdienst, dürfe nicht weiter absinken.

Mit Blick auf die Bundestagswahl rät die Gewerkschaft, sich zu informieren, was die Rentenkonzepte der einzelnen Parteien für sie bedeuten.


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