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Leipziger Volkszeitung

Heimat ist für mich …

… ein Ort, eine Region, ein bestimmtes Fleckchen auf dieser Erde, wo ich nicht nur wohne, sondern wo ich mich wohlfühle und sagen kann: Hier bin ich zu Hause.

… ein Ort, eine Region, ein bestimmtes Fleckchen auf dieser Erde, wo ich nicht nur wohne, sondern wo ich mich wohlfühle und sagen kann: Hier bin ich zu Hause. Und jedes Mal, wenn ich mich, aus welchen Gründen auch immer, anderswo befinde, treibt mich die Sehnsucht baldmöglichst wieder zurück. Und wenn ich dann auf dem Weg nach Hause bin und aus der Ferne das markante Zeichen meiner Heimat, den Collm mit seiner hochragenden Funkantenne sehe, sage ich mir: Ich bin gleich zu Hause.

Warum bin ich mit diesem Fleckchen so verbunden? Der Krieg trieb meine Eltern, Geschwister und mich über viele Stationen 1947 hier her. Hier besuchte ich die Schulen, studierte und verließ als angehender Lehrer die Region mit dem Ziel Calau, damals Kreisstadt in der Niederlausitz, wo ich an einer Schule in unmittelbarer Nähe des Spreewaldes als Lehrer tätig wurde. Doch das „Heimweh“, im Positiven gemeint, ließ nicht locker, obwohl ich die Menschen der Spreewaldregion sehr mochte mit ihrem wunderbaren, warmherzigen Dialekt und ich mich doch so, wie es war ,wohlfühlte. Ich hatte eine Familie gegründet, guten Kontakt mit Schülern und Eltern, wie auch insgesamt mit den Menschen dort. Und trotzdem, in den 1970er-Jahren zog es mich wieder zurück, wo ich aufwuchs, wo ich gute Freunde hatte und im Laufe der Jahre noch sehr viele neue Freude hinzukamen.

Wenn mich irgendjemand fragt, warum gerade die Region Collm/Döllnitz, wenn ich das mal so bezeichnen darf, meine Heimat wurde? Die einfache Antwort lautet: wegen der wunderbaren Menschen. Ich war über 40 Jahre hinaus gesellschaftlich tätig, in verschiedenen Funktionen. Über viele Jahre war ich Gemeinderat meines Heimatortes, später Stadtrat in Oschatz. Heute kann ich mit Fug und Recht sagen, gemeinsam haben die Menschen hier in den vielen Jahren sehr viel geschaffen, damit sich alle Bürger in dieser Region wohlfühlen können. Mir jedenfalls geht es so. Ich wünschte mir, dass diese Region wirtschaftlich stärker wird, attraktiver im sozialen Bereich agiert, in Sport und Kultur noch reichhaltiger wird. Ich bin mir sicher, es werden dann noch viele Bürgerinnen und Bürger von ihrer Heimat schwärmen und immer sagen: Schau, das ist meine, das ist unsere Heimat.Notiert von Christian Kunze

* Gerhard Bader ist 74 Jahre alt, wohnt im seit 1994 zur Stadt Oschatz gehörenden Ort Limbach. Er studierte in Leipzig und Potsdam Pädagogik. Der ehemalige Lehrer ist verheiratet, hat vier erwachsene Kinder und sechs Enkelkinder. Bis zum Jahr 2007 war er Kreisvorsitzender der Partei Die Linke in Torgau-Oschatz und 2010 bis 2012 Kreisvorsitzender der Partei Die Linke Nordsachsen. Zur Zeit ist er Ortsvorsitzender des Linke-Ortsverbandes Collm-Döllnitz.


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