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Torgauer Zeitung

"Ich streite für den Osten". Philipp Rubach ist Direktkandidat der LINKEN

Nordsachsen. In Torgau-Nordwest arbeitete er sich zuletzt von Klingelschild zu Klingelschild und kam dabei mit zahlreichen Bewohnern über deren noch zahlreicheren Probleme ins Gespräch. Beim Markt der Parteien stand er Besuchern auf dem Torgauer Marktplatz Rede und Antwort: Philipp Rubach ist 24 Jahre alt, parteilos und geht als Direktkandidat für die nordsächsische DIE LINKE ins Rennen um einen Sitz im deutschen Bundestag.

Plattenbau

Der junge Kandidat kam 1996 in der Plattenbausiedlung Weimar-West auf die Welt, wuchs dann im ländlichen Raum bei Dresden in einem nicht-akademischen Elternhaus auf und legte 2015 sein Abitur ab. Anschließend nahm er ein Lehramtsstudium der Sonderpädagogik auf und verlegte deswegen seinen Wohnsitz nach Leipzig. Auslandserfahrungen sammelte er im Jahr 2019, als er ein Semester lang in Athen studierte. Mittlerweile hat er sein Staatsexamen erfolgreich abgelegt und ist Lehrer für Sonderpädagogik. 

Bei strömendem Regen

Egal ob die Jugendgruppe, die er während seiner Schulzeit gegründet hat, um Bundeswehr-Jugendoffiziere von seiner eigenen Schule fernzuhalten, die Aktionen von "Dresden-Nazifrei", sein Schulpraktikum bei der LINKEN im Sächsischen Landtag, das halbe Jahr, in dem er für die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin arbeitete oder die unzähligen Veranstaltungen in Straßencáfes mit "Aufbruch Ost" - einer jungen Initiative, die Philipp Rubach 2018 als Reaktion auf das Bundestagswahl-Ergebnis 2017 gegründet hatte, um die Politik wieder näher zu den Menschen zu bringen und für einen solidarischen Osten zu streiten - vielfach stand er mit Menschen auch bei strömendem Regen oder in der Kälte vor irgendwelchen Supermärkten, um in deren Alltag über deren Alltagsprobleme zu sprechen. "Zuletzt engagierte ich mich mit Áufbruch Ost´auch im Bereich der Gewerkschaftsarbeit, um die Lohnmauer zwischen Ost und West einzureißen und den Versuch zu wagen, die 150 Arbeitsplätze im sächsischen Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau zu retten", blickt Philipp Rubach zurück.

"Aufbruch Ost"

Und Rubach gibt dem Wähler selbstbewusst mit auf den Weg: "Wenn es in Familien kaum ein Kaffeetrinken gibt, bei dem die Abwicklungsprozesse nach der Wende kein Thema sind; wenn Arbeiterinnen und Arbeiter im Osten pro Jahr im Schnitt fast 5000 Euro weniger Lohn als im Westen erhalten und das, obwohl sie im Schnitt 56 Stunden mehr arbeiten müssen; wenn nur 1,7 Prozent der Spitzenpositionen auf Bundesebene von Ostdeutschen besetzt sind; wenn die AfD bei Wahlen im Osten mehr als doppelt so viele Prozente wie im Westen holt; wenn Urlauber trotzdem gerne an die Ostsee fahren; wenn einem die Menschen am Herzen liegen, man den Rechten nicht das Feld überlassen will - genau dann streitet man für seinen Osten!" Das macht Philipp Rubach regelmäßig, vor allem seit der die Initiative "Aufbruch Ost" ins Leben rief. "Drei Jahre politische Arbeit liegen nun hinter mir. Eine wirklich intensive Zeit!", findet er. 

Solidarität

Der Leipziger ist sich im Superwahljahr 2021 sicher: "Es braucht eine starke LINKE, die aufzeigt, wie die Gesellschaft sicher und solidarisch aus der aktuellen Corona-Krise kommt." Dazu gehört für den Leipziger ganz klar, dass sich Reiche an den Kosten der Krise anständig beteiligen müssen. "Dafür, für Solidarität und Zusammenhalt generell, einen fröhlichen Eigensinn Ost statt eines falschen Nachbaus West - genau dafür streite ich, auf der Straße und nach der Wahl hoffentlich auch im Parlament." 

Philipp Rubach ist glühender Fan der Fußballmannschaft von Dynamo Dresden, kickte selbst zwölf Jahre lang in einem Amateurverein. Was beim Fußball geahndet wird, ist im Umgang mit der Gitarre die Basis: das Handspiel. Privat greift er diesbezüglich immer gerne in die Saiten. Wenn es die Möglichkeit zulässt, auch während seiner geliebten Ostseeurlaube. Ehrenamtlich engagierte er sich lange Zeit im Bereich der Sozialen Arbeit bei der Diakonie Dresden, als er Kindern und Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stand. 


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