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Torgauer Zeitung, Foto: E. Perz

Im Sinne des Friedens und gegen das Vergessen

Torgau. „Bildung statt Bomben“ – So lautete der Slogan auf dem Plakat von Stadtrat Peter Deutrich. Mit diesem erschien der fraktionslose LINKE am gestrigen Mittwoch zur Gedenkveranstaltung anlässlich des Elbe-Days.

Doch im Gegensatz zu seinem Auftritt beim Besuch von Angela Merkel, bei dem er mit Matthias Grimm-Over (CDU) aneinander geraten war, blieb dieses Mal alles friedlich. Schließlich stand die Veranstaltung auch ganz im Sinne des Friedens und richtete sich gegen das Vergessen, wie Oberbürgermeisterin Romina Barth treffend formulierte. Am Denkmal der Begegnung trafen das Stadtoberhaupt sowie der Generalkonsul der Russischen Föderation, Andrey Yurevich Dronov, und der Leiter des US-amerikanischen Generalkonsulats in Leipzig, Timothy Eydelnant, aufeinander.

Gemeinsam mit Pfarrer Bernd Schacht, mehreren Bundes- und Land-
tagsabgeordneten, Stadträten und weiteren Gästen gedachten sie dem Zusammentreffen der amerikanischen und sowjetischen Truppen am 25. April 1945.
Bei jenem Treffen sei mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auch der Sieg über die Kräfte des Bösen und der Zerstörung besiegelt wurden, betonte Dronov. Daher müssen man aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen. „Denn der Krieg darf sich niemals wiederholen“, machte der russische Generalkonsul deutlich.

Und auch Eydelnant griff das Thema Vergangenheit auf: „Die Soldaten von Torgau haben uns gelehrt, dass man Grenzen überwinden kann. Nur vergessen sollte man nie.“ Zudem griff der Generalkonsul in seiner Rede ein Zitat des Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel auf. Dieser habe immer daran geglaubt, dass das Gegenteil von Liebe nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit sei. „Daher lassen Sie uns nicht gleichgültig sein, sondern uns hier und heute den Geist der Elbe in Erinnerung rufen“, appellierte Eydelnant, der seine Worte mit einem kräftigen Händedruck mit Dronov bei der anschließenden Kranzniederlegung untermauerte. Und man könnte es schon fast als Zeichen deuten: Zu diesem Zeitpunkt lugte die Sonne wieder hinter den Wolken hervor und vertrieb die letzten Regentropfen.


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