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LVZ, Delitzsch-Eilenburg

Impfstart im nordsächsischen Impfzentrum

Zunächst sind Mitarbeiter von Rettungs-, Pflege- und Hospizdiensten dran.

 

Nordsachsen/Belgern. Im nordsächsischen Impfzentrum in Belgern begann gestern der Impfbetrieb gegen das Corona-Virus – noch nicht für den „Normalbürger“, dafür aber für Mitarbeiter der Rettungsdienste des Landkreises, für Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste oder beispielsweise auch für Mitarbeiter im Hospizdienst.

Der Start sei gelungen, zog Anne Lissner, Vorstandsvorsitzende des zuständigen DRK-Kreisverbands Torgau-Oschatz, am frühen Abend Bilanz. Insgesamt gut 100 Personen seien gestern geimpft worden. Allerdings stand auch das Telefon beim DRK-Kreisverband nicht still. Immer wieder gebe es Anfragen nach Impfterminen. Die Termine allerdings, so betont Lissner, würden derzeit nur online vergeben – und zwar auf einer zentralen Website für ganz Sachsen (siehe weiter unten).

Bereits am Freitagabend hatten Anne Lissner und Michael Bagusat-Sehrt, einer von drei Einrichtungsleitern, vor Ort Belgern-Schildauer Stadträten sowie Vertretern des Landratsamtes und von Hilfsorganisationen, die das DRK unterstützen, den Impfalltag, der gestern 7 Uhr in Gang kam, erläutert. Anne Lissner stellte dabei dem Standort Belgern allein schon von den baulichen Voraussetzungen und Gegebenheiten her ein großes Lob aus. „Man könnte meinen, dass der einstige Bürgermeister Harald Thomas die Stadthalle genau für diesen Zweck hat bauen lassen.“ Drei Impfstrecken, in denen jeweils ein Arzt und vier Mitarbeiter aus dem medizinischen nicht ärztlichen Bereich arbeiten werden, sind hier in den vergangenen Wochen errichtet worden. Sie ermöglichen bei voller Auslastung einen maximalen Durchlass von 500 Patienten pro Tag. Bereits in der vergangenen Woche hat zudem ein dem DRK unterstelltes mobiles Impfteam der Malteser von Belgern bis Delitzsch 450 Männer und Frauen in nordsächsischen Senioren- und Pflegeheimen geimpft. Ein zweites mobiles Impfteam könnte Ende Januar/Anfang Februar dazu stoßen.

Die Impfzentren in Sachsen sind täglich geöffnet. Unter der Woche plant das DRK zehn Stunden und am Wochenende Öffnungszeiten von acht Stunden. Was eine bessere Anreise zur Stadthalle Belgern mittels Öffentlichem Personennahverkehr betrifft, gebe es mit dem Landkreis noch Gespräche, sagte Michael Bagusat-Sehrt. Zunächst werde das DRK bei einem sich abzeichnenden Bedarf prüfen, die örtliche Bushaltestelle Oschatzer Straße mit einem Hallen-Shuttle zu bedienen.

Belgern-Schildaus Vize-Bürgermeister Ingolf Gläser (CDU) erklärte, man habe zur Nutzung der Halle durch das DRK zunächst eine Vereinbarung bis Ende März geschlossen – mit der Option, den Vertrag für jeweils weitere drei Monate immer wieder zu verlängern.

Für den Betrieb der Halle hält das DRK zunächst insgesamt 22 Mitarbeiter vor. 14 davon sind nach Angaben Anne Lissners für das Projekt zum Teil bereits seit dem 1. Januar neu eingestellt worden. Unterstützung bekommen die DRK-Mitarbeiter auch von anderer Stelle: Sieben Bundeswehrangehörige aus dem thüringischen Gotha traten in Belgern ihren Dienst an. Untergebracht sind die Soldaten eines Aufklärungsbataillons übrigens in der Torgauer Jugendherberge.

 

So können Impftermine vereinbart werden

Individualtermine zum Impfen können seit gestern online vereinbart und laut sächsischem Sozialministerium ab dem 18. Januar durchgeführt werden. Auch eine telefonische Anmeldung soll noch im Laufe der Woche möglich sein. Wichtig: Impftermine können vorerst nur für Angehörige der Priorisierungsgruppe 1 gebucht werden: Personen über 80 Jahre sowie Beschäftigte ambulanter Pflegedienste und besonders betroffener Risikobereiche der ambulanten Versorgung.

Zur Terminbuchung ist die Website sachsen.impfterminvergabe.de freigeschaltet. Die Anmeldung besteht aus zwei Schritten:

■ Schritt 1, Anmeldung: Da die Impfung schrittweise in priorisierten Gruppen (z. B. nach Alter, Vorerkrankungen, Beruf) erfolgt, wird bei der Berechtigungsprüfung zunächst überprüft, ob Sie berechtigt sind. Anschließend geben Sie Ihre persönlichen Daten ein, die zur Terminvereinbarung nötig sind. Mit Hilfe eines von Ihnen gewählten Passwortes können Sie im Anschluss auf die Terminvereinbarung zugreifen. Sie erhalten nun an die angegebene E-Mail-Adresse einen Link zur Terminvereinbarung.

■ Schritt 2, Terminvereinbarung: Wenn Sie sich erfolgreich angemeldet haben, können Sie Ihren Wunschtermin im Impfzentrum wählen. Innerhalb Sachsens ist das Impfzentrum frei wählbar. Die erste und zweite Impfung müssen im selben Impfzentrum vorgenommen werden. Ist die Eingabe aller Angaben positiv, erhalten Sie eine Bestätigung Ihres Impftermins zum Download.

Zum Impftermin mitzubringen sind die Terminbestätigung, der ausgefüllte ärztliche Anamnese-Bogen, der Bogen zur Impfaufklärung, das Personaldokument, die Krankenversicherungskarte, der Impfausweis sowie wichtige Unterlagen wie etwa Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste. Quelle: Sozialministerium


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