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Dr. Micheal Friedrich

Impfzentren – eine logistische Mammutaufgabe!

Der Vorsitzende der LINKEN im Kreistag, Dr. Michael Friedrich, fordert unverzügliche Vorkehrungen für flächendeckende COVID-19-Schutzimpfungen in Nordsachsen:

 

Die Aussicht auf einen oder gar mehrere zugelassene Impfstoffe, die im günstigsten Fall bereits zu Jahresbeginn 2021 zur Verfügung stehen,  sind ein großes Hoffnungszeichen. Wenn sich wenigstens 50 – 60% der erwachsenen Bevölkerung in den nächsten Monaten freiwillig impfen lassen, kann bald die so genannte Herdenimmunität erreicht werden. Dann wäre diese Pandemie mit all ihren harten Einschränkungen schnell zu Ende. Allerdings ist auch klar, dass diese enorme gesellschaftliche Kraftanstrengung möglichst schnell, geordnet, transparent und konfliktarm zu leisten ist. Es wäre schlimm, wenn ein sicherer Impfstoff zwar verfügbar wäre, aber die logistische Vorbereitung für dessen Einsatz hinterher hinkt.

 

Daher erscheinen mir die vorgesehenen großen Impfzentren in den Landkreisen sinnvoll. Geht es doch darum, die Hausärzte zu entlasten, über mindestens ein halbes Jahr hinweg reibungslose Logistikketten für Zehntausende Impfdosen zu sichern, die in teuren Kühlsystemen bei bis zu - 70 Grad lagern müssen, ein IT-gestütztes zuverlässiges Bestell- und Dokumentationssystem für mehrere Tausend Impfungen pro Tag aufzubauen, über viele Monate hinweg ausreichendes ärztliches und nichtärztliches Personal  für die Impfungen ab-  und von anderen medizinischen Aufgaben freizustellen und nicht zuletzt für attraktive ÖPNV-Verbindungen und ein großzügiges Parkplatzangebot zu sorgen. Auch die auskömmliche Finanzierung muss geklärt werden, denn es kann nicht sein, dass der Landkreis auf den zu erwartenden Kosten in sicherlich zweistelliger Millionenhöhe sitzen bleibt. Es ist klar, dass diese anspruchsvolle Aufgabenfülle nur mit einem hohen Grad an Zentralisierung zu meistern sein wird.

 

Die große Frage ist, ob in unserem dünnbesiedelten Flächenlandkreis dafür ein Impfzentrum ausreichen kann, egal ob es nun in Torgau oder in einem anderen Mittelzentrum wie etwa im verkehrsgünstigen Eilenburg entsteht. Gefühlsmäßig bin ich dafür, alle unsere Mittelzentren mit einem solchen Impfzentrum auszustatten, wofür große Sporthallen in Frage kämen.  Darüber hinaus sollte es eine Art Impfbus für die ländlichen Gebiete und die Alten- und Pflegeheime geben. Ob dies jedoch logistisch und finanziell darstellbar ist, mögen die Fachleute entscheiden.

 

Wir fordern vollständige Transparenz über die vorgesehenen oder bereits realisierten Maßnahmen, die konkrete Impfabfolge von Risikogruppen und der impfwilligen Bevölkerung sowie  den Zeitplan. Der kommende Kreistag am 16.12.20 ist eine gute Gelegenheit, darüber die Öffentlichkeit zu informieren.

 

 

Dr. Michael Friedrich


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