Skip to main content

TZ, Autor: Jens Rometzsch

Jobwunder in Leipzigs Nordraum geht weiter

LEIPZIG/NORDSACHSEN. Gemeinsam mit dem Landkreis Nordsachsen sowie den nordsächsischen Kommunen Schkeuditz, Rackwitz, Krostitz und Taucha hat die Messestadt Leipzig seit 2015 ein altes Nordraumkonzept überarbeitet. Dabei geht es um eine Fläche von 110 Quadratkilometern, auf der seit der Jahrtausendwende laut Leipziger Stadtplanungsamt fast 37 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden sind. Der neue Entwurf, „ Nordraumkonzept 2025 +“, wurde Ende 2017 schon in allen Ortschaftsräten diskutiert. 2018 geht das Papier in den Leipziger Stadtrat.

„ Der Konsens-Ansatz war uns dabei besonders wichtig “, betonte Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht ( CDU ). Nur gemeinsam könne der Nordraum weiter erfolgreich entwickelt werden. Das zeige sich schon daran, dass gut 15 000 der 37000 neuen Jobs nicht auf Leipziger Fluren entstanden seien. Das „ Nordraumkonzept 2025 +“ umfasse folgerichtig Gebiete von Nordsachsen und von Leipzig, fuhr Planer Richert fort. Auf dem Territorium der Messestadt herrsche mittlerweile ein Mangel an schnell verfügbaren Industrieflächen – vor allem an großen mit mehr als 100 Hektar oder nahe des längst ausgebuchten Güterverkehrszentrums ( GVZ ) mit dem Flaggschiff Porsche. Hingegen liefen im Schkeuditzer Flughafenumfeld gerade große Gewerbeflächen-Entwicklungen. „ Insgesamt sind genügend Flächen für verschiedene Nutzungen frei.“ Die künftige Strategie ziele darauf ab, das Wachstum der Wirtschaft mit den Themen Lebensqualität, Verkehr, Grünflächen und Landwirtschaft zu versöhnen. So sollen deutlich mehr Wohnungen gebaut werden, alle ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für weitere Ansiedlungen direkt im Nordraum umgesetzt werden. Die Landwirte müssten mehr Unterstützung und langfristige Planungssicherheit für die von ihnen gepachteten Felder erhalten. „ Der Verlust von Landwirtschaftsflächen wird abnehmen , aber dennoch weitergehen.“ Weitere Gewerbeparks sollen nur noch im Umfeld vorhandener „ Leitunternehmen “ erlaubt werden oder wenn sie mindestens 30 qualifizierte Jobs pro Hektar bringen. Bestes Beispiel dafür sei der neue VGP-Park nahe der Messe mit dem Schweizer Möbelhersteller USM Haller. „ Wir haben aber auch schon Verteilzentren nicht erlaubt, wenn sie nur sehr wenige Jobs gebracht hätten“, sagte Richert. Für mehr Lebensqualität sollen weitere Radwege (etwa zum Schladitzer See), Spielplätze, ein Landschaftsverbund von Lindenthal bis Wiederitzsch und eine grüne Nord-Süd-Achse entlang der Radefelder Allee sorgen. „Der Flughafen hat im letzten Jahr den neuen Dreieckswald bei Lützschena / Stahmeln auf 28 Hektar angepflanzt. Dieses grüne Band werden wir durch weitere Planungen fortführen.“


Auch 2018 sind wir für Sie da und werden mit frischer Kraft Ihre Anliegen im Kreistag Nordsachsen vertreten. Welche Themen beschäftigen Sie? Sprechen Sie uns an! Per Email unter kontakt@linksfraktion-nordsachsen.de oder persönlich jeden Dienstag im LINKS.Punkt, Breite Straße 9 in Eilenburg. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und laden Sie herzlich ein, bei uns mitzuwirken.