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LVZ, Delitzsch-Eilenburg

Karawanskij wird Ministerin in Brandenburg. Nordsachsens Linke-Chefin (38) übernimmt Gesundheitsressort

Nordsachsen/Potsdam. Die Vorsitzende der Linken im Landkreis Nordsachsen und frühere nordsächsische Bundestagsabgeordnete Susanna Karawanskij (38) soll neue Gesundheitsministerin im Bundesland Brandenburg werden. Das entschied jetzt der Landesvorstand der brandenburgischen Linkspartei, wie die Partei mitteilte. Am Mittwoch soll Susanna Karawanskij vom Landtag in Potsdam in das Amt gewählt werden. Die Linke ist in der brandenburgischen Regierung Koalitionspartner der SPD. Zu Karawanskijs Ministerium gehören neben Gesundheit auch die Bereiche Arbeit, Soziales, Frauen und Familie.

Die bisherige Ministerin Diana Golze, ebenfalls Linkspartei, war zurückgetreten. Ihr war zur Last gelegt worden, dass die Behörden in Brandenburg nicht frühzeitig gegen die Firma Lunapharm eingeschritten seien, die illegal mit gestohlenen Krebsmedikamenten gehandelt haben soll.

Stolz bei Nordsachsens Linken

„Wir Linken in Nordsachsen sind freudig überrascht und auch ein wenig stolz, dass unsere ehemalige Bundestagsabgeordnete und Ostkoordinatorin, die zuvor als Geschäftsführerin der Linken-Kreistagsfraktion tätig war und seit 2012 den Kreisverband der Linken führt, für dieses ebenso ehrenvolle wie verantwortungsschwere Amt vorgeschlagen wurde“, erklärte Michael Friedrich, Fraktionschef der Linken im Kreistag und Stellvertretender Kreisvorsitzender der Partei. „Aus vielen Jahren gemeinsamer erfolgreicher Arbeit in unserer Partei und in der Kreistagsfraktion kennen wir Susanna als eine immer freundliche, optimistische, durchsetzungsstarke Persönlichkeit, die Probleme offen anspricht und sympathisch auf die Menschen zugeht. Sie kann sich in kürzester Zeit in neue Sachverhalte einarbeiten und zum Kern der Probleme vordringen. Diese Eigenschaften werden ihr helfen, den hohen Anforderungen des Ministeramtes gerecht zu werden.“

Zuletzt Fraktionsmitarbeiterin

Der Ressortzuschnitt mit großen Teilen des Sozialbereichs sei sehr komplex und kaum überschaubar, so Friedrich weiter. Vor allem die aufgestauten Probleme bei der konsequenten Aufarbeitung des Brandenburger Pharma-Skandals werden Karawanskijs vollen Einsatz verlangen. „Da bleibt nur zu wünschen, dass auch für die Bereiche Arbeit, Soziales, Frauen und Familie noch genügend Kraft bleibt, um gestalterisch wirken zu können.“

Karawanskij selbst sagte, sie wolle zunächst das Haus kennenlernen, wegen des Pharma-Skandals sei allerdings ein Krisenmanagement notwendig. Ihr sei es jetzt vor allem wichtig, Sicherheit zu schaffen und Aufklärung zu betreiben. „Gesundheit ist keine Ware“, betonte sie.

Karawanskij wurde in Leipzig geboren und hat Politik- und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig studiert. Nach ihrem Hochschulabschluss 2006 war sie bis 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin an der Leipziger Uni. 2013 wurde Karawanskij über die Landesliste Sachsen in den Bundestag gewählt. Im vergangenen Jahr gelang ihr allerdings nicht der Wiedereinzug in das Parlament. Zuletzt war die Politologin wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion. Karawanskij ist verheiratet und hat ein Kind.


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