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Kristin Engel (Torgauer Zeitung)

Kreisfeuerwehrverband: Mitgliederzahl im Sinkflug

Oschatz. Es sind genau sieben Mitgliedsfeuerwehren des Kreisfeuerwehrverbands Torgau-Oschatz, die im Jahr 2016 geschlossen, beziehungsweise zusammengelegt wurden.

Oschatz. Es sind genau sieben Mitgliedsfeuerwehren des Kreisfeuerwehrverbands Torgau-Oschatz, die im Jahr 2016 geschlossen, beziehungsweise zusammengelegt wurden. So wurden aus den einst 94 Wehren der 16 Gemeinden nur noch 87.

Dies sei ein Grund dafür, warum auch viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ausgetreten seien. „Wir haben im Verband im vergangenem Jahr 145 Mitglieder verloren und sind somit heute nur noch 3312 Mitglieder. Das schmerzt uns natürlich sehr. Vor allem um die 60 aktiven Mitglieder – die Zahl sank von 2282 auf 2222 – tut es mir sehr leid“, bedauert der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Torgau-Oschatz, Frank Reichel.

Natürlich seien nicht nur die Reduzierung der Wehren, sondern auch persönliche Lebensumstände ein Grund für den Austritt aus der Feuerwehr. Dabei sieht es nicht in allen Wehren gleich aus. Während in Liebschützberg (-16), Dahlen (-20), Cavertitz (-13) und Belgern-Schildau (-76) die Zahl der Kameraden schwand, hatten die Wehren in Mügeln einen Zuwachs von 17 neuen Mitgliedern. Auch Dreiheide (3 Zugänge) und Beilrode (10) konnten eine positive Mitgliederbilanz ziehen. Oschatz hielt die Zahl der Mitglieder im Jahr 2016 bei konstant 125.

Die Kameraden im Alter zwischen 16 und 26 haben ebenfalls ein Minus von 74 Mitstreitern zu verzeichnen. „Dafür sind viele davon in der Tabelle weiter gerutscht – in den Bereich der Mitglieder zwischen 27 und 65 Jahren. Hier gibt es ein Plus von 63 Kameraden“, so der Vorsitzende. Positiv sieht Reichel die Entwicklung in den Kinder- und Jugendfeuerwehren. „Wir sind glücklich darüber, dass die Zahl der Jugendwehren mit 37 in den 16 Gemeinden des Verbandsgebiets konstant geblieben ist. Die Mitgliederzahl ist sogar von 469 auf 478 gestiegen. Auch die Minis sind mehr geworden. In den vier Minifeuerwehren sind anstatt 41 jetzt 50 Kinder. Das zeigt uns, dass die Jugendarbeit Früchte trägt und gut läuft.“

Reichel ergänzt, dass es dem Landesfeuerwehrverband im Vorjahr gelungen sei, für die Minis einen Versicherungsschutz über die Unfallkasse Sachsen zu erwirken. „Es war wichtig, dass wir uns dafür stark gemacht haben. Früher wurden sie durch die Gemeinde selbst versichert. Es ist der Nachwuchs für unsere Jugendfeuerwehr. Kinder müssen frühzeitig für die Feuerwehr begeistert werden, ehe sie in andere Vereine wechseln. Es gibt sehr viele Vereine auf dem Markt. Wir sind sehr froh darüber, dass einige Feuerwehren die Wichtigkeit erkannt und die Minifeuerwehren gegründet haben.“

Zudem gibt es für die Jugendfeuerwehren eine Pauschale von 20 Euro pro Jugendfeuerwehrmitglied vom Innenministerium. „Damit soll die Feuerwehr für die Jugendlichen attraktiver gemacht werden. Das Geld sollte dafür genutzt werden, mit der ganzen Gruppe etwas gemeinsam zu unternehmen“, erklärt Reichel und betont, dass der Kreisfeuerwehrverband an alle Altersklassen denkt – mit Jugendzeltlager oder Kreisjugendfeuerwehrtag. Für die aktiven Mitglieder werden Feuerwehrwettkämpfe durchgeführt, bei denen sie ihre Leistungen unter Beweis stellen können.

In der Alters- und Ehrenabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes wird jährlich ein Treffen organisiert, bei dem sich ausgetauscht werden kann. Während der Kreisfeuerwehrverband die Würdigung der Mitglieder in treuen Diensten, mit den Auszuzeichnenden, den Bürgermeistern und den Gemeindewehrleitern organisiert, übernimmt der Landrat die Auszeichnung der Aktiven in einer zentralen Veranstaltung des gesamten Landkreises.

Obwohl die Zahlen der Jahresstatistik 2016 auch einige kritische Stellen aufweisen, ist der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Frank Reichel, dennoch zufrieden. „Die gute Nachwuchsarbeit macht uns stolz und wir hoffen, dass die Jugend uns auch künftig unterstützen wird. Man darf nicht vergessen: Die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren erfüllen ehrenamtlich die Pflichtaufgaben der Gemeinden.“


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