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Torgauer Zeitung, N. Fliegner

Kreistag verabschiedet "Superministerin"

Für Angelika Stoye war es am Mittwoch die letzte Sitzung / Ab Juli ist die Ordnungsdezernentin im Ruhestand

TORGAU/NORDSACHSEN. Wenn Angelika Stoye öffentlich auftritt, dann stets freundlich und resolut. Aber Mittwoch zur Kreistagssitzung in Torgau zeigte die Delitzscherin, dass sie auch ziemlich gerührt sein kann. Denn der Kreistag war ihr letzter als Ordnungsdezernentin - sie geht Ende Juni in den Ruhestand und wurde vom Kreistag verabschiedet.

Viel Gutes für Nordsachsen bewirkt
Landrat Kai Emanuel (parteilos) hatte dazu eine kleine Rede vorbereitet. Mucksmäuschenstill wurde es da noch einmal in den Reihen der Mitglieder. Emanuel, schon in seiner Funktion als Landkreis-Kämmerer langjähriger Weggefährte von Stoye, würdigte ihre Arbeit. Sie sei "die Super-Ministerin in unserer Riege", sagte er. Viel Gutes sei unter ihrer Leitung erst für den Kreis Delitzsch, ab 2008 für den Großkreis Nordsachsen erreicht worden. Stichworte wie Öffentlicher Personennahverkehr, die Krankenhauspolitik, das Rettungswesen, die Kreiswerke Delitzsch und vor allem auch das Feuerwehrwesen fielen.

Problemlöserin bei den Feuerwehren
Emanuel schätzt vor allem ihre "rechtliche Expertise". Diese machte Angelika Stoye - sie studierte in Leipzig Jura - "zum zentralen Baustein unserer Verwaltung". Herausragende Leistungen bescheinigte der Landrat ihr beim Katastrophenschutz oder auch besonders schwierigen Themen wie die Asylkrise, als es galt, Flüchtlinge auf die Kommunen zu verteilen. Die Arbeit der Feuerwehrverbände im Kreis habe ihr "besonders am Herz gelegen". Wen wundert´s, dass am Mittwoch in den Besucherreihen zahlreiche "Blauröcke" saßen, um der Dezernentin ihre Wertschätzung zu zeigen. Nicht selten gibt es Probleme in Feuerwehren, nicht selten herrscht ein materieller Mangel. Angelika Stoye war stets die erste Ansprechpartnerin und Problemlöserin, war die Frau, der es um das Wohl der Ehrenamtlichen ging. "Sie hat immer ein offenes Ohr und ist vor Ort", sagte Oberbrandinspektor Karsten Saack vom Kreisfeuerwehrverband Torgau-Oschatz, zugleich Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes. Er überreichte Stoye am Mittwoch im Kreistag die Verdienstmedaille des Landesverbandes. Die Kreisräte erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten.

"Sie haben mich alle beeindruckt", zeigte sich Angelika Stoye am Ende gerührt. Sie dankte den Kreisräten, ohne deren Unterstützung "wir nicht viel leisten können". Und sie dankte den Kreisbrandmeistern und ihren Stellvertretern für die gute Zusammenarbeit. Außerdem sagte sie, dass sie "sehr gern an den Brennpunkten" im Landkreis gewesen war. Immer dort, wo die Bürger Probleme hatten. Diese zu lösen, habe bei ihr oberste Priorität gehabt. Seit 1990 arbeitete Angelika Stoye im öffentlichen Dienst. Davor war sie als Justiziarin im Ziehwerk und im Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) in Delitzsch tätig. Zuletzt war sie für fünf Ämter (Ordnung, Verkehr, Brand- und Katastrophenschutz, Gesundheit, Lebensmittelüberwachung) und etwa 200 Beschäftigte in der Landkreisbehörde verantwortlich. "Es war mir eine Freude und große Ehre, hier zu arbeiten", sagte sie abschließend.


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