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LVZ, Delitzsch-Eilenburg, J. Sachse

Landrat Emanuel eröffnet Glas-Campus

Nordsächsische Unternehmen der Glas-, Keramik- und Baustoffwirtschaft können hier künftig ihre Fachkräfte schulen lassen

Torgau. Er ist eröffnet: Der sogenannte Glas-Campus, eine Fachkräfteinitiative des Landkreises Nordsachsen und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg wurde nun im Berufschulzentrum Torgau feierlich aus der Taufe gehoben. In einer Sondersitzung hatte noch der alte Kreistag am 25. September beschlossen, dass der Glas-Campus durch den kreiseigenen Betrieb Bildungsstätten am Standort Torgau realisiert werden soll. Nun konnten die Initiatoren und Unterstützer sowie Vertreter der in Mitteldeutschland ansässigen Betriebe mit Schwerpunkt in der Glas-, Keramik- und Baustoffwirtschaft der Enthüllung einer entsprechenden Eingangstafel am Schulgebäude im Repitzer Weg beiwohnen und die beiden Kursräume in Augenschein nehmen. Im November dieses Jahres soll hier der erste Kurs „Was kann Glas? Allgemeinen Grundlagen über Glas“ starten. Insgesamt sind bisher zehn an den Bedarfen der Unternehmen ausgerichtete Weiterbildungsmodule zu verschiedenen Aspekten des Werkstoffes Glas, der Glasverarbeitung, des Anlagenbaus und in puncto erweiternde Kompetenzen geplant.

Die Initiative reagiert mit dem Modell Glas-Campus auf die gestiegenen Ansprüche an Fachkräfte in der Branche. Nordsächsische Unternehmen hatten in ersten Bedarfsermittlungen vermehrt beklagt, mit Blick auf branchenspezifische technologische Neuerungen kaum qualifizierte Fachkräfte zu haben beziehungsweise eine entsprechende Weiterbildung nicht ohne Inkaufnahme erheblicher Kosten, langer Anfahrten zur Bildungsstätte oder zeitlichen Mehraufwands für inhäusige Seminare bewerkstelligen zu können. Nun aber besteht durch das Projekt Glas-Campus die Möglichkeit, dass die Firmen ihren Mitarbeitern in relativer Nähe zum Unternehmensstandort berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen anbieten. Dabei gehe es laut Staatsminister Thomas Schmidt, der in Vertretung für Ministerpräsident Michael Kretschmer anwesend war, nicht um eine „Gleichmachung“ der berufsschulischen und akademischen Qualifizierungsniveaus. Vielmehr sehe er auch für andere Universitäten mit technischer Ausrichtung die Chance, der Praxis näherzukommen und bei der Weiterentwicklung produktionstechnischer Abläufe von Synergieeffekten zu profitieren.

Das Projekt ist Bestandteil der Sofortmaßnahmen des Bundes für den Strukturwandel im Zusammenhang mit dem Braunkohleausstieg und wird durch den Freistaat Sachsen finanziert.


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