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Frank Pfütze (Oschatzer Allgemeine Zeitung)

Mehr Jobsuchende im Januar – aber Zahl offener Stellen steigt auch

In Nordsachsen gibt es mit 9450 nun 821 Arbeitslose mehr als im Dezember / Quote steht bei 8,8 Prozent

Nordsachsen. Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Nordsachsen im Januar um 821 auf 9450 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Arbeitslosen um 1223 zurück. Die Quote steht nunmehr bei 8,8 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr (9,9) ging sie um 1,1 Punkte zurück, im Vergleich zum Dezember stieg sie allerdings an. Von den 9450 Betroffenen wurden 3166 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur (plus 1058 Personen im Vergleich zum Vormonat) und weitere 6284 vom Jobcenter (minus 237) betreut. 335 Frauen und Männer konnten im Januar eine neue Beschäftigung aufnehmen. Das sind 82 weniger als vor einem Jahr.

„Im Januar ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat saisonal bedingt deutlich gestiegen“, erklärte Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg. Wesentlicher Grund für den Anstieg sind Arbeitslosmeldungen nach einem Beschäftigungsende. Deren Zahl lag allerdings aktuell um rund 300 Personen unter dem Vorjahreszeitraum. „Zum Jahresende werden häufiger Beschäftigungsverhältnisse gelöst als im Jahresverlauf beziehungsweise Befristungen laufen aus. Es ist erfreulich, dass diese Entwicklung momentan schwächer ist als noch vor Jahren. Die Betriebe setzen weniger Personal frei.“

Insgesamt 1191 Betroffene – 170 weniger als im Vorjahr – mussten sich im Januar nach einem Beschäftigungsende arbeitslos melden. 520 neue Stellen meldeten die Unternehmen dem gemeinsamen Arbeitgeberservice zur Besetzung. Das sind 154 Stellen mehr als im Vorjahr. Der Großteil der neuen Stellenofferten entfiel auf die Zeitarbeit (178 Stellen), das verarbeitende Gewerbe (53), den Bau (49), das Gastgewerbe (43) und den Handel (42).

In Nordsachsen gibt es aktuell 10 091 Bedarfsgemeinschaften, das sind Familien oder einzelne Personen, die Hilfe bekommen. Darin leben insgesamt 13 036 Menschen, die Hartz IV erhalten. Weitere 4040 beziehen Sozialgeld. Die Anzahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II ist im Januar um 227 gestiegen. Innerhalb eines Jahres waren 708 Personen weniger auf Arbeitslosengeld II angewiesen. So nahm auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Bereich des Jobcenters Nordsachsen innerhalb eines Jahres weiter ab. „Von der insgesamt positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren vermehrt Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Gegenüber dem Vorjahr ging beispielsweise die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um rund sechs Prozent zurück“, erklärte Christine Westphal, Geschäftsführerin des Jobcenters Nordsachsen.

Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur die Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Im Januar lag die Unterbeschäftigung in Nordsachsen bei 11 393 Personen (10,4 Prozent, Vorjahr 11,5 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr ging die Unterbeschäftigung um 1253 Personen zurück.

Im Januar waren insgesamt 18 855 Personen bei den Dienststellen der Agentur für Arbeit und den beiden Jobcentern der Landkreise Leipzig und Nordsachsen arbeitslos gemeldet. Das sind 1740 Personen mehr als im Vormonat. Damit fiel der aktuelle Januaranstieg um rund 300 Personen geringer aus als 2016. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 2481 Personen zurück. 750 Arbeitslose konnten im Januar eine neue Beschäftigung aufnehmen. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar um 0,7 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Vor einem Jahr verzeichnete der Agenturbezirk 8,7 Prozent.


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