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LVZ, Delitzsch-Eilenburg

Nach 800 Jahren wird nun kräftig saniert

Start der Bauarbeiten: Tauchas Rittergutsschloss wird fit für die Zukunft gemacht. Bürgerbüro und Museum sollen künftig auf dem Schlossberg zu finden sein.

Taucha. 800 Jahre Rittergutsschloss Taucha – doch zünftig gefeiert wurde 2020 „dank“ Corona nicht. Ebenso wenig wie 850 Jahre Stadt Taucha. Jürgen Ullrich konnte sich wenigstens zum Jahresende dann doch noch freuen: Auf dem historischen Areal begann die Sanierung der Häuser zwei bis sieben. Ullrich ist Vorsitzender des Schloss-Fördervereins. Für die Linkspartei sitzt er zudem im Stadtrat, der parteiübergreifend das Vorhaben mit auf den Weg gebracht hat.

Bibliothek folgt später

„Toll, dass es endlich vorangeht und der jetzige Bürgermeister an der Entwicklung des Standortes interessiert ist. Wir sind begeistert, es wird so, wie wir uns das als Verein vorgestellt haben. Hier entsteht ein geistig-kulturelles Zentrum der Stadt“, sagt Ullrich und erinnert: „Nach der Wende wurde über den Abriss der Gebäude für einen Parkplatz diskutiert, der Stadtrat hatte das damals knapp verhindert.“

Nun ist an der „Wiege Tauchas“ Großes geplant. Fördermittel dafür in Höhe von 881 000 Euro wurden bereits 2017 bewilligt. Dann stockte das Projekt, jetzt geht es weiter. Das Einwohnermeldeamt, das Bürgerbüro und das Stadtmuseum sollen in die sanierten Gebäude ziehen. Später, wenn auch Haus 9 saniert ist, folgt die Stadtbibliothek. Im jetzigen Vorhaben ist auch ein Raum für Vereine und Familienfeiern mit rund 40 Plätzen vorgesehen. Der Arbeitstitel, so Ullrich, lautet „Haugwitzstube“, in Anlehnung an die mittelalterlichen Schlossherren. Auch die Nachkommen derer von Haugwitz wollen sich als Familienverband nach ihrem ersten Besuch 2018 später erneut in Taucha treffen und ein Jubiläum feiern, so Ullrich.

 

Gauben kommen weg

„Doch erst einmal werden die Dachflächen komplett geöffnet, und eine ordentliche Dämmung eingebaut. Zugleich kommen in Absprache mit dem Denkmalschutz Gauben weg, die es im Original nicht gab“, schildert Ullrich die nächsten Schritte. Bis Ende März sollen auch die Außenputzarbeiten beendet sein, wobei, wo möglich, das historische Mauerwerk erhalten bleibt. Wo nicht, werde glatt verputzt, so wie am bereits fertigen Haus 10. Dass Stadtrat und Verein über das Vorhaben gut informiert sind und mit einbezogen werden, liegt auch an der sehr guten Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Rathaus, betont Ullrich.

Konzept für Herrenhaus

Der Verein hat derweil mit Eigenmitteln in Höhe von 10 000 Euro in der Kulturscheune eine Wand denkmalgerecht ausbessern lassen. Und die Pläne eines privaten Investors für das inzwischen an ihn verkaufte, stark sanierungsbedürftige Herrenhaus begrüßt Ullrich ausdrücklich, auch wenn es bedeutet, dass der Verein dort ausziehen muss: „Das Konzept für eine mittelpreisige Pension für Wandergruppen und Fahrradtouristen gefällt uns ausgesprochen gut. Dazu noch ein Künstlerquartier und eventuell ein Schlosscafé auf dem Areal, damit können wir insgesamt sehr gut leben.“


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