Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Roland Heinrich (Leipziger Volkszeitung)

Neue Mitarbeiterin koordiniert Integration in Schkeuditz

33-Jährige ist im Auftrag des Landratsamtes Ansprechpartnerin für Arbeitgeber, Vereine und Einrichtungen

Schkeuditz. Als kommunale Integrationskoordinatorin (KIK) hat Ende vergangenen Jahres Isabell Maue im Auftrag des Landratsamtes (LRA) Nordsachsen in Schkeuditz ihren Dienst angetreten. Fortan, zunächst für ein Jahr, ist die 33-Jährige Ansprechpartnerin für Schulen, Ehrenamtler, Vereine, Arbeitgeber oder Behörden und Stadtverwaltung, wenn es um Fragen im Zusammenhang mit der Integration von Geflüchteten geht. Sie koordiniert Integrationsangebote vor Ort und vernetzt die beteiligten Akteure.

„Sprache und Arbeit“, nennt Maue die wichtigsten Bedarfe von Flüchtlingen und gleichzeitig ein großes Problem: Die Flüchtlinge in Schkeuditz kommen zu einem großen Teil aus sogenannten sicheren Herkunftsländern und haben somit keinen Anspruch auf Integrationskurse und kommen außerdem schwierig in Sprachkurse. Die Sprache zu beherrschen, sei aber der wichtigste Schritt zur Integration – und um eventuell einen Ausbildungsplatz zu er-halten. Für junge Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern sei das eine Möglichkeit, um zumindest für die Dauer der Ausbildung hierbleiben zu dürfen. Im Anschluss bliebe ein halbes Jahr Zeit, um einen Arbeitgeber zu finden.

Die in Halle lebende Maue hat dort auch Japanologie, Ethnologie und Volkswirtschaft studiert, war dann in der Hochschulforschung tätig und engagierte sich privat in der Flüchtlingshilfe, absolvierte diesbezüglich Weiterbildungen, bevor sie sich auf die vom Landratsamt Nordsachsen ausgeschriebene Stelle als Integrationskoordinatorin bewarb. Neun weitere Mitarbeiter wurden neben ihr in Nordsachsen eingestellt. „Natürlich bin ich jetzt, am Anfang meiner Tätigkeit in Schkeuditz damit beschäftigt, mich bei Einrichtungen, Vereinen und Behörden vorzustellen“, sagte Maue. Es stünden auch noch weitere Termine an. Dabei habe sie festgestellt, dass Schkeuditz schon sehr gut vernetzt sei. „Die Kultur- und Sportvereine sind sehr offen und freuen sich auf neue Gesichter. Auch gibt es sehr engagierte Ehrenamtliche“, schätzte die 33-Jährige ein.

Konkrete Projekte, die es in Zusammenarbeit mit der Villa Musenkuss schon gegeben hatte, sollen fortgeführt werden. „Schon im Februar ist ein weiteres internationales Kochevent geplant“, erwähnte die LRA-Mitarbeiterin. Mit der „Neuen Welle“ solle außerdem kooperiert werden. Auch wenn es die Tätigkeitsbeschreibung nicht vorsieht, habe Maue den Anspruch, Flüchtlinge auch persönlich zu kennen. Denn eigentlich vermittle sie ja „nur“ zwischen Arbeitgeber und IHK oder Verein und Flüchtlingssozialarbeiter.

Eins sei auch nach kurzer Zeit schon klar: „Es werden weiter Ehrenamtler gesucht“, wies Maue hin. Flüchtlinge, die anerkannt seien, erhielten keine Unterstützung mehr, bräuchten die aber. In Veranstaltungsreihen wolle sie etwa für das Ausfüllen von Formularen oder zur Gesundheitsversorgung Hilfe anbieten.


Schön, dass Sie hier sind! Wenn Sie Fragen haben oder uns  besser kennenlernen möchten: Sprechen Sie uns an: per Email unter kontakt@linksfraktion-nordsachsen.de oder persönlich jeden Dienstag im LINKS.Punkt, Breite Straße 9 in Eilenburg. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und laden Sie herzlich ein, bei uns mitzuwirken.

Unsere überarbeitete Datenschutzerklärung finden Sie hier.