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LVZ, Delitzsch-Eilenburg; I. Fischer und F. Pfütze

Neuer SPD-Kreischef Rüdiger Kleinke tritt nach vier Stunden wieder ab - Drei Wahlschlappen im Bad Dübener Feuerwehrgerätehaus waren wohl eine zu viel

Bad Düben. So was hat es wohl noch nicht gegeben: Nur rund vier Stunden nach seiner Wahl zum neuen ersten SPD-Mann im Landkreis Nordsachsen im Feuerwehr-Depot Bad Düben trat der Delitzscher Rüdiger Kleinke wieder vom Amt zurück.

Dem vorausgegangen waren drei Wahlschlappen. Rückblickend wohl zumindest eine zu viel. Doch der Reihe nach: Als er bei der Wahl zum Vorsitzenden kurz vor dem Mittag enttäuschende 66 Prozent einfuhr, ordnete der Inhaber eines Online-Weinhandels mit 30 Mitarbeitern das gegenüber der Presse noch als „ehrliches Ergebnis“ ein. „Ich bin streitbar“, sagte er. So spreche er eine klare Sprache und manche Dinge brächten eben auch Widerspruch hervor. Konkret hätte er beispielsweise beim Wahlkampf das Thema Sicherheit in den Mittelpunkt gerückt, was nicht alle gut fanden.

Rücktritt nach der Mittagspause

Der 48-jährige Familienvater wollte aber dennoch mit der 212 Mitglieder zählenden nordsächsischen SPD mehr für die Bürger da sein. Fragen wie die, wie gehen wir mit den Flüchtlingen um oder was wird mit der Rente, würden die Menschen bewegen und müssten mehr in den Fokus. Dazu sollen auch die geplanten Konferenzen in mehreren Kommunen Nordsachsens dienen.

Doch dann trat wohl ein Sinnenwandel ein. Vielleicht auch, weil seine beiden Stellvertreter bei ihren Wahlen nach der Mittagspause wesentlich bessere Ergebnisse einfuhren. So erzielte Volkmar Winkler, der an sich scheidende und nun wieder kommissarische Vorsitzende der Kreis-SPD, herausragende 97 Prozent, der Löbnitzer Heiko Wittig konnte immerhin 75 Prozent der rund 40 Delegierten von sich überzeugen.

Als dann Rüdiger Kleinke bei der Nominierung für den Landesvorstand an sich eher formalen Wahl zur Landesdelegiertenkonferenz auch nur 73 Prozent einfuhr und bei der Delegiertenwahl zum Landesparteitag durchfiel und fünf andere Delegierte gewählt wurden, zog der zweifache Familienvater die Reißleine. „Leider steht keine große Mehrheit des Kreisverbandes hinter mir.“ Und er gestand: „Die Wahlergebnisse haben schon weh getan.“ Die SPD brauche jemanden, der einen großen Rückhalt habe. Er sagte aber auch: „Weder die Welt noch die SPD geht von meinem Rücktritt unter.“ Jetzt müsse eben in den Ortsvereinen nach einem geeigneten neuen Kandidaten gesucht werden. „Mir geht es nicht um den Posten um jeden Preis, sondern um die Sache.“ Und für die wolle er sich weiter einsetzen.

Termin für Neuwahl noch unklar

Noch am Sonnabend verständigten sich die Genossen darauf, dass Volkmar Winkler den Kreisverband kommissarisch weiter leiten wird. Wann die Genossen zusammen kommen, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen, ist noch nicht klar. Schatzmeisterin bleibt Ursula Schad vom Ortsverein Döllnitztal, Schriftführerin Ilka Henze vom Ortsverein (OV) Taucha. Als Beisitzer wurde der Zwochauer Bernhard Voll bestätigt. Für die ausscheidenden Mitglieder Theo Arnold und Hagen Scheffler rücken für den OV Torgau Herbert Franke und für den OV Eilenburg dessen neuer Vorsitzender Mathias Teuber nach. Auch die SPD-Jugendorganisation, die Jusos, haben einen Beisitzer im Vorstand. Für den Juso-Kreisvorsitzenden Martin Holke, der aus beruflichen Gründen etwas kürzertreten muss, ist nun der Tauchaer Tom Richter neu im Kreisvorstand.


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