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LVZ Delitzsch-Eilenburg, N. Fliegner

Notfallpraxen gehen in Delitzsch und Eilenburg an den Start

Kassenärztliche Vereinigung will medizinische Versorgung verbessern / So funktioniert das neue System

Delitzsch/Eilenburg. In den Städten Delitzsch und Eilenburg eröffnen in dieser Woche Portalpraxen, auch Notfallpraxen genannt. Sie sollen die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten von Arztpraxen verbessern, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen mitteilte, die die Praxen betreibt. In Delitzsch geht die Bereitschaftspraxis am Mittwoch, dem 4. Juli, ab 14 Uhr im Kreiskrankenhaus an den Start. Die Eröffnung im Eilenburger Krankenhaus ist am Samstag, dem 7. Juli, ab 9 Uhr. Hier das Wichtigste zu dem neuen Angebot im Überblick:

Warum werden Portalpraxen in Delitzsch und Eilenburg eingeführt?

Mit der Einrichtung von Bereitschaftspraxen setzt die KV Sachsen den Auftrag der Politik an die sächsischen Vertragsärzte um und schafft eine zentrale Anlaufstelle für Patienten. Dadurch sollen unnötige stationäre Einweisungen vermieden werden; „auch können die Notaufnahmen entlastet werden“, sagt Dr. Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen. Fakt ist, dass nicht jeder Notfallpatient auch einer ist, die Notaufnahmen in den vergangenen Jahren aber förmlich von solchen Patienten überrannt wurden. Studien gehen davon aus, dass etwa 30 Prozent der Patienten, die eine Notaufnahme aufsuchen, keine Notfälle sind. Das will die KV Sachsen mit dem neuen System besser steuern. Zunächst ist Nordsachsen eine Modellregion, in der die KV Sachsen das neue Angebot testet.

Wie haben die Portalpraxen jeweils geöffnet?

Die Bereitschaftspraxis in der Klinik Delitzsch, Dübener Straße 3 bis 9, hat Mittwoch und Freitag 14 bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage, Brückentage 9 bis 20 Uhr geöffnet. Die Bereitschaftspraxis in der Klinik Eilenburg, Wilhelm-Grune-Straße 5 bis 8, hat Samstag, Sonntag, Feiertage, Brückentage 9 bis 13 Uhr offen.

Durch wen sind die Praxen besetzt?

„Die Praxen sind durch den jeweils diensthabenden Arzt besetzt. Es sind laut Gesetzgebung alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte zum ärztlichen Bereitschaftsdienst verpflichtet. Außerdem steht in jeder Praxis zusätzlich medizinisches Personal zur Verfügung“, sagt Katharina Bachmann-Bux, Sprecherin der KV Sachsen.

Wann wende ich mich als Patient an eine Portalpraxis?

Die Praxen dienen der Behandlung nicht lebensbedrohlicher Beschwerden, aber wenn der Patient akut auftretende Schmerzen hat, also Symptome, wegen denen man normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen würde und die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann.

Kann ich als Patient einfach dorthin gehen oder muss ich vorher einen Termin telefonisch vereinbaren?

Patienten können die Praxis innerhalb der Sprechzeiten unangemeldet aufsuchen. Der Bereitschaftsdienst ist zudem über die bundesweite kostenlose Rufnummer 116117 erreichbar.

Zusätzlich wird für den Bereitschaftsarzt ein Fahrdienst organisiert, der Patienten zu Hause aufsucht. Wann steht dieser bereit?

Den Fahrdienst gibt es in Delitzsch und Eilenburg. Dafür stellt die KV Sachsen Fahrer an und least Fahrzeuge. Der Fahrer holt dann den Bereitschaftsarzt ab, wenn es zu einem Patienten geht. Der Dienst ist über die Nummer 116117 erreichbar und im Einsatz am Montag, Dienstag und Donnerstag 19 bis 7 Uhr, Mittwoch und Freitag 14 bis 7 Uhr, Wochenende, Feiertage, Brückentage 7 bis 7 Uhr des Folgetages. Die Einsätze machen laut KV Sachsen nicht an den Bereichsgrenzen halt.

In Oschatz und Torgau gibt es zunächst keine Portalpraxen. Was bedeutet das für Patienten dort?

Für diese Patienten erfolgt die Vermittlung über die Rufnummer 116117. Die Bereitschaftsdienstreform wird ab dem Jahr 2019 schrittweise auf weitere Regionen in Sachsen ausgeweitet, dies unter Einbeziehung der Ergebnisse der Pilotphase, „unter anderem auch im Hinblick auf die Standortbestimmung von Bereitschaftspraxen“, so die KV Sachsen. In diesem Zusammenhang soll auch die Region Torgau/Oschatz eingetaktet werden. Die KV Sachsen hat nach eigenen Angaben mit Ärztevertretern der Region Oschatz bereits erste Gespräche zur Bereitschaftsdienstreform geführt.


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