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Leipziger Volkszeitung

Orchesterstreit: Landrat fordert mehr Auftritte

Kreis muss über Aufstockung der Zuschüsse entscheiden

Nordsachsen. Der Orchesterstreit sorgt weiter für Zwist zwischen den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig. So hat der nordsächsische Landrat Kai Emanuel nun von den beiden Orchestern – die Sächsische Bläserphilharmonie in Bad Lausick und das Leipziger Sinfonieorchester in Böhlen – gefordert, „gemeinsam mit Partnern aus der Region Veranstaltungen zu organisieren, um damit bei uns vor Ort ein weitaus breiteres Publikum anzusprechen, als es bisher der Fall ist. Auftritte in Innsbruck, Bayreuth oder Osnabrück bringen uns da nicht unbedingt voran.“ Die beiden Orchester sind im Landkreis Leipzig beheimatet, treten dort auch häufiger auf, werden aber über den Kulturraum Leipziger Raum von Nordsachsen zum erheblichen Teil mitfinanziert. Zudem muss der nordsächsische Kreistag – voraussichtlich im März – noch darüber entscheiden, ob diese Geldsummen weiter aufgestockt werden.

„Ziehen wir doch einfach mal den Spielplan beider Orchester im ersten Halbjahr 2017 zu Rate. Darin finde ich insgesamt nur zehn Konzerte, davon vier Schülerkonzerte, die in unserem Landkreis Nordsachsen stattfinden“, monierte nun Emanuel im Vorfeld der Entscheidung. „Rein rechnerisch ist jedes der beiden Orchester nicht einmal in jedem Monat in unserem Landkreis präsent.“ Eine Bilanz, die ihn gerade mit Blick auf die kulturellen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in Nordsachsen keinesfalls zufriedenstelle.

„Wir als Landkreis Nordsachsen sind angehalten, die künftige Förderung der Kultur grundsätzlich zu überdenken. Dabei geht es darum, den Konsens mit allen Beteiligten zu suchen“, erklärte der Landrat mit Blick auf die Finanzierung. „Wir wollen nicht einfach nur Geld für Kultur ausgeben, sondern vor allem darauf achten, wie viele unserer Einwohner wir mit den geförderten Angeboten erreichen. Als ländlich geprägter Kreis haben wir dabei natürlich vor allem auch die Angebote in den ländlichen Regionen im Blick. Dabei gilt es ebenso, zum Beispiel musische Angebote zu offerieren, wie kulturelle Bildungsaufträge zu realisieren.“

Emanuel war erst kürzlich bei der Sächsischen Bläserphilharmonie in Bad Lausick zu Gast. Laut früheren Angaben belaufen sich die Zuschüsse aus den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig für die Sächsische Bläserphilharmonie und das Leipziger Symphonieorchester derzeit auf jeweils rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr.


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