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Oschatzer Allgemeine Zeitung, Hagen Rösner

Oschatz gedenkt der Nazi-Opfer

Der 27. Januar ist der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Den Gedenktag hatte der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog im Jahr 2005 initiiert. Der 27. Januar 1945 war der Tag, an dem sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz befreiten. „Mit diesem Gedenktag wollen wir auf unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte aufmerksam machen. Die Stadt Oschatz wird deshalb auf dem städtischen Friedhof am Denkmal der Opfer Blumen niederlegen. Der Oberbürgermeister lädt dazu alle Bürger ein“, informiert die städtische Pressesprecherin Anja Seidel.

Alle Teilnehmer an der Veranstaltung treffen sich am morgigen Sonnabend, den 27. Januar 10 Uhr auf dem Friedhof.

 

In den vergangenen Jahren war die Resonanz auf den Gedenktag gering. Vor allem Stadträte, Vertreter der Linkspartei und Mitarbeiter der Stadtverwaltung nutzten die Gedenkmöglichkeit. Der Oschatzer Stadt- und Kreisrat der Linkspartei, Peter Streubel nennt seinen Grund, warum er am Sonnabend auf dem Oschatzer Friedhof sein wird: „Es darf nie wieder Krieg und Faschismus geben. In Oschatz gibt es viele gute Gründe, an die Opfer zu erinnern. 1933 wurden 120 Personen in Oschatz verhaftet, in der Roten Kaserne eingesperrt und dann zum Neumarkt zur Schau getrieben, gequält und später ins KZ deportiert. So etwas darf man nicht vergessen.“


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