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LVZ, Delitzsch-Eilenburg

Parteien appellieren an Bürger: Seien Sie solidarisch! - Nordsächsische Politiker fordern Einhaltung der Beschränkungen / Linke-Fraktionschef: Für Manöverkritik ist später noch Zeit

Nordsachsen. Die Parteien in Nordsachsen appellieren an die Bürger, Solidarität zu zeigen. „Die Situation im Landkreis Nordsachsen ist ernst und wird sich weiter verschärfen. Der Schutz von Menschenleben hat jetzt oberste Priorität“, erklärte beispielsweise Volkmar Winkler, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Nordsachsen-SPD. „Entscheidend ist, in den kommenden Tagen die Ausbreitung des Virus’ zu verlangsamen und damit unser Gesundheitssystem vor Überforderung zu schützen. Ich appelliere deshalb an alle Menschen: Verlassen Sie ihr Heim ausschließlich für den Weg zur Arbeit und für dringend notwendige Besorgungen. Seien Sie solidarisch und schützen Sie ältere und kranke Menschen in der Nachbarschaft, indem Sie beispielsweise für sie mit einkaufen.“

Frauen und Männer im Gesundheitswesen, bei den Pflegediensten, in den Supermärkten, in der Logistikbranche, bei Rettungsdiensten, bei der Polizei und in vielen anderen Bereichen leisten gerade Herausragendes, so Winkler weiter. „Wir alle sollten ihnen mit Dank und Respekt begegnen. Sie alle halten unser Land in dieser schwierigen Situation am Laufen.“

Ähnlich äußerte sich Michael Friedrich, Vorsitzender der Linken-Fraktion im nordsächsischen Kreistag: „Wir als Linke sagen Danke an alle, die unermüdlich daran arbeiten, dass das Leben und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger auch in Zeiten von Corona weitergehen. Diese Menschen verdienen höchste Anerkennung und benötigen unsere Solidarität. Darum sagen auch wir: Vermeidet unnötige Kontakte, helft euren Mitmenschen, die durch die Situation eingeschränkt sind, und zeigt auch beim Einkaufen Vernunft und Solidarität!“

Weiter erklärte Friedrich: „Für gründliche Manöverkritik ist später immer noch Zeit, wenn die Krise überwunden ist. Dann sollte unbedingt auch darüber gesprochen werden, welche Stellschrauben im komplizierten Gefüge unseres Föderalismus nachjustiert werden müssen. Dann sollte über den Wert eines personell, materiell und finanziell gut ausgestatteten Öffentlichen Gesundheitswesens einschließlich des Pflegedienstes gesprochen werden. Auch muss die inländische Produktion und die ausreichende Bevorratung mit Atemmasken, Schutzanzügen, Desinfektionsmitteln und anderen notwendigen Ausstattungen Thema sein. Leider wurde bei all diesen Punkten unter dem Deckmantel der Sparsamkeit viel zu oft der Rotstift angesetzt. Wenigstens sind Empfehlungen der Vergangenheit, etwa Krankenhausbetten abzubauen oder Häuser zu schließen, spätestens jetzt vom Tisch. Allen sollte klar geworden sein, dass Krankenhäuser und Pflegedienste eben nicht dem Markt überlassen werden können und keine Renditeobjekte sein dürfen.“

Gudrun Petzold, Landtagsabgeordnete der AfD, hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, sie wolle „allen Bürgern in Nordsachsen zur Kenntnis geben, dass die AfD-Landtagsfraktion schwere Kritik geübt hat an den zögerlichen Maßnahmen der Landesregierung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Sachsen.“ Diese Kritik betreffe nicht nur die „nicht erfolgte Auslösung des Katastrophenalarms, die Sicherung unserer Außengrenzen zu den osteuropäischen Nachbarn, sondern auch insbesondere die Beschaffung von Schutzausrüstung für medizinisches Personal sowie fehlende flächendeckende Tests bei allen Bürgern, die Corona-Symptome aufweisen. Die Regierung weiß seit langem, dass die Krankenhäuser nicht auf eine Pandemie vorbereitet sind; doch was wurde getan?“

Die CDU-Abgeordneten im Landtag, Christiane Schenderlein und im Bundestag, Marian Wendt, mahnten die Bürger: „Bleiben Sie möglichst zu Hause.“ Auch sie selbst werde den direkten Kontakt zum Bürger zurückfahren, so Schenderlein in der vergangenen Woche. „Ich weiß, dass diese Entscheidungen von uns allen einen Kraftakt erfordern, aber es gilt in der aktuellen Situation, unsere älteren und geschwächten Mitmenschen zu schützen.“ Wendt erklärte: „Bleiben Sie besonnen und verhalten Sie sich solidarisch. Dann überstehen wir zusammen auch diese kritische Zeit.“


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