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LVZ, Delitzsch-Eilenburg, S. Stöber

Rettungsfristen weit weg vom Ideal – Nordsachsen arbeitet an Lösung

Nordsachsen. Die Linke im Landtag hat den Freistaat angezählt, weil die gesetzlichen Rettungsfristen zu oft nicht eingehalten werden. Zwölf Minuten sollten maximal zwischen Notruf und Eintreffen der Hilfe vergehen. Sachsen hat sich zum Ziel gesetzt, dies in 95 Prozent aller Fälle zu schaffen. „Diese Quote wird aber in ganz Sachsen unterschritten. Besonders tragisch ist die Situation im Landkreis Leipzig, wo die Hilfsfrist nur in rund 65 Prozent der Fälle eingehalten werden konnte.

Doch auch im Landkreis Nordsachsen (70,45 Prozent, 1. Halbjahr 2018) oder in der Stadt Leipzig (73,90 Prozent, 2. Halbjahr) kann man nur hoffen, dass niemand einen lebensbedrohlichen Notfall erleidet“, schreibt Landtagsabgeordnete Susanne Schaper (Linke) in einer Pressemitteilung. Die gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion hatte eine Kleine Anfrage an die Staatsregierung gestellt und wirft dieser nun vor, nichts für eine Verbesserung der Situation zu tun, sondern stattdessen den Schwarzen Peter den Rettungsdiensten zuzuschieben.

Die Haupt- und Ehrenamtlichen im Rettungsdienst würden im Stich gelassen.Gemeinsam mit dem Landkreis und der Stadt Leipzig betreibt der Landkreis Nordsachsen die Integrierte Rettungsleitstelle in Leipzig (IRLS) und stellt in Nordsachsen darüber hinaus die Infrastruktur für das Rettungswesen. Die Ärztliche Leiterin Rettungsdienst des Landkreises, Dr. Claudia Pott bestätigt: „Der Landkreis Nordsachsen hat als für den bodengebundenen Rettungsdienst im Kreisgebiet zuständige Behörde gemeinsam mit den Leistungserbringern Sorge zu tragen, dass 95 Prozent aller Notfalleinsätze innerhalb einer gesetzlich vorgegebenen zwölfminütigen Hilfsfrist (eine Minute Dispositionszeit, eine Minute Ausrückzeit, zehn Minuten Fahrzeit) erreicht werden.“ Dem trage der Landkreis Rechnung, in dem fünf Rettungswachen mit zehn Außenstellen sowie sieben Notarztstandorte für den bodengebundenen Rettungsdienst vorgehalten werden.

Ergänzt werde dies über die beiden ebenfalls im Landkreis stationierten Rettungshubschrauber. Se hält fest: „Mit den im Landkreis stationierten Rettungs- sowie Notarzteinsatzfahrzeugen ist die rettungsdienstliche Versorgung des Flächenlandkreises planerisch sichergestellt. Dennoch wird die gesetzliche Hilfsfrist derzeit nicht erreicht. Eine Ursachensuche wird auf verschiedenen Ebenen durchgeführt; so ist gegenwärtig ein vom Landkreis externes Gutachten in Auftrag gegeben, um Optimierungsmöglichkeiten in den Rettungsdienstbereichen zu eruieren.“

Claudia Pott versichert, dass alle verantwortlichen Stellen intensiv an der Verbesserung der Abläufe arbeiten. „Dabei arbeiten wir eng mit der IRLS zusammen. Die Ergebnisse werden in einem der nächsten Kreistage vorgestellt. Derzeit werden relevante Daten ausgewertet. Klare Zielstellung ist eine signifikante Verbesserung der Hilfsfrist bezogen auf Nordsachsen.“


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