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LVZ Delitzsch-Eilenburg

Schulbezirke: Delitzsch wehrt sich. Kultusministerium will statt drei Bezirken künftig einen großen gemischten

Delitzsch. Die Stadt Delitzsch wird nicht einfach akzeptieren, dass die Zahl der Grundschulbezirke reduziert werden soll. Es könnte juristische Folgen haben.

Wie Bürgermeister Torsten Schöne (parteilos) kürzlich ankündigte, hat die Stadt ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um die Rechtmäßigkeit dieser Änderungen zu überprüfen. Hintergrund ist, dass das Kultusministerium dem bisherigen Schulnetzplan so nicht zugestimmt hat und damit eine Reduzierung der Schulbezirke fordert. Es soll sowohl in Eilenburg als auch Delitzsch statt jeweils drei einzelnen Grundschulbezirken künftig nur noch einen gemischten geben. „Die Bildung eines gemeinsamen Schulbezirks ist eine Möglichkeit, sowohl sächliche als auch personelle Ressourcen des Freistaates wie auch des Schulträgers effizienter einzusetzen“, hieß es zur Erklärung aus dem Ministerium.

Ein großer gemischter statt drei einzelner Schulbezirke wird von der Stadt einerseits als Eingriff in die kommunale Selbstbestimmung gewertet, birgt aus Sicht der Kommunen aber vor allem Risiken wie längere Schulwege für die Kinder oder auch überfragte beziehungsweise überlaufene Schulen und dann vor die Verantwortung von harten Auswahlverfahren gestellte Schulleitungen.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zeigte sich bereits entsetzt über die Pläne des Ministeriums. Die GEW sieht einerseits „ungerechtfertigte Eingriffe in die demokratisch abgestimmten Schulnetz- und Schulbezirksplanungen der Kommunen“ und andererseits viele Gefahren für die Kinder. Das Ministerium bedenke mit diesen Plänen auch die Auswirkungen der langanhaltenden Corona-Pandemie nicht, bei denen die Schülerinnen und Schüler dann gerade eine individuelle Förderung in kleinen Gruppen statt zu voller Klassen bräuchten. Ein gelungener Schulstart sei die Basis für einen erfolgreichen Bildungsweg, erinnert die GEW.


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