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Julia Tonne (Leipziger Volkszeitung)

Symphonieorchester geht mit Albert Hammond auf Tournee

Musiker aus Region Leipzig treten in Großbritannien und Irland auf / Nordsachsen entscheidet über Finanzierung des Ensembles

Böhlen. Unterwegs mit einem Superstar: Das Leipziger Symphonieorchester (LSO), Teil des gemeinsamen Kulturraums der Landkreise Nordsachsen und Leipzig, geht mit Albert Hammond im September auf Europa-Tournee. Erste Planungen diesbezüglich hatten das in Böhlen beheimatete Ensemble und der Musikproduzent bereits bei ihrer ersten Zusammenarbeit im Oktober besprochen, nun steht die Reiseroute Böhlen–Großbritannien–Irland–Österreich–Schweiz fest. „Die Freude bei allen ist groß, dass die Tournee nun spruchreif ist“, sagt LSO-Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch.

Was Hammond, der bekannte Hits wie „It Never Rains in Southern California“ und „The Free Electric Band“ sang und weitere wie „One Moment in Time“ (Whitney Houston) oder „The Air That I Breathe“ (Hollies) für Kollegen schrieb, so begeisterte, dass er an der Zusammenarbeit festhält: die professionelle Arbeit der Musiker. „Das LSO spielt mit Hingabe“, lobte er während der Proben zu der Deutschlandtour im vergangenen Herbst. Drei Wochen im September werden die Böhlener unterwegs sein, Zschoch rechnet mit ausverkauften Häusern – wie auch schon hierzulande.

Bis dahin hat das Orchester allerdings noch viele andere Konzerte. In der Berliner Philharmonie spielt es die 9. Sinfonie, in Bayern gibt es ein großes Chorkonzert, außerdem steht es mit den Landesbühnen Sachsen und der Stern-Combo Meißen auf der Bühne. Ein weiterer Höhepunkt in dieser Spielzeit ist ein Premierenauftritt mit dem Udo-Jürgens-Double Martin Schmitt. Die Karten für den Auftritt in Chemnitz sind bereits ausverkauft, allerdings soll eine DVD davon entstehen. Und wenn es so erfolgreich läuft wie geplant, gehen LSO und Schmitt im kommenden Jahr dann gemeinsam auf Tour. „Doubles gibt es viele, aber in Kombination mit einem Orchester ist das deutschlandweit einzigartig“, betont Zschoch.

Alles in allem stehen rund 100 Konzerte bis Ende des Jahres im Kalender des Böhlener Ensembles. Allein drei davon gibt das LSO beim 1. Neuseenland Musikfest am Kap Zwenkau, das vom 29. Juni bis 2. Juli stattfindet. Hinzu kommen die zahlreichen Anrechtskonzerte in Borna, Böhlen und Markkleeberg. Diese sollen laut Zschoch zukünftig auch auf den Landkreis Nordsachsen ausgeweitet werden, wenn sich denn Partner finden. Spannend werden die nächsten Wochen für das Orchester aber nicht nur wegen der neuen Standbeine, sondern auch aus einem existenziellen Grund. Im März will der Landkreis Nordsachsen über die Finanzierung der beiden Klangkörper LSO und Sächsische Bläserphilharmonie entscheiden. Das Parlament in Nordsachsen hatte seinen Beschluss dazu immer wieder verschoben, während sich der Landkreis Leipzig bereits klar für den Erhalt beider Orchester ausgesprochen hatte. Zschoch ist dennoch zuversichtlich, dass im März eine positive Entscheidung aus Nordsachsen kommt.

Der Geschäftsführer ist zudem optimistisch, dass auch immer mehr Tourneen in den Jahresplan aufgenommen werden können. Anfragen aus Spanien, Frankreich und Kroatien gab es bereits etliche, allerdings meist für ein Konzert – „und dafür ist der Aufwand zu groß“, sagt Zschoch. Erste Signale aus dem Ausland deuten aber daraufhin, dass über eine Reihe von Konzerten nachgedacht wird.


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