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LVZ, Delitzsch-Eilenburg, O. Barth

Tauchaer Initiative erhält Integrationspreis Ehrenamtliche aus der Parthestadt in Dresden geehrt / Große Freude bei Mitstreitern der Zeittauschbörse

Foto: H. Helis

Taucha. Eine 20-köpfige Delegation aus Taucha mit Bürgermeister Tobias Meier an der Spitze hatte sich am Freitag gen Dresden begeben, um einer Einladung zur Verleihung des Sächsischen Integrationspreises zu folgen. Denn zu den ausgezeichneten Projekten gehörte auch die ökumenische Zeittauschbörse Taucha.

Christine Rademacher konnte aus persönlichen Gründen nicht mit in die Landeshauptstadt fahren. Die Mitbegründerin des geehrten Nachbarschaftshilfe-Projektes war aber mit den Gedanken bei ihren Mitstreitern. „Ich finde das ganz toll und freue mich riesig. Das ist eine schöne Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen, die sich engagieren und auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen“, sagte die 57-Jährige. Außerdem sei sie glücklich über die Auszeichnung, weil damit auch nach außen hin sichtbar werde, was in Taucha passiert.

Gegründet wurde die Zeittauschbörse im Mai 2015, vor der großen Flüchtlingswelle. Das Projekt richtete sich an ausländische und einheimische Mitbürger, die Hilfe brauchen. Das wurde jetzt in Dresden von Petra Köpping (SPD), Sachsens Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, und vom Sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth (CDU) gewürdigt. „Die organisierte Nachbarschaftshilfe bietet soziale Teilhabe für alle – für Deutsche und Flüchtlinge. Angestrebt werden das Prinzip der Gegenseitigkeit und die Befähigung zur Selbsthilfe. Es gibt zehn Patenschaften für Flüchtlinge, wöchentlich einen Handarbeitskurs und eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt“, wird in der Begründung aufgezählt. Auch werde ehrenamtlicher Deutschunterricht dreimal pro Woche angeboten. Zweimal wöchentlich gibt es ein Begegnungscafé in der Kleiderkammer, monatlich ein internationales Café und jährlich wiederkehrende Aktionen wie Sportveranstaltungen. Beteiligt sind 30 Ehrenamtliche. Den Preis nahm Koordinatorin Amelie Hampel (23) entgegen, die auch ein paar Fragen der Moderatorin beantwortete.

Hauptmerkmal bei dem Projekt ist die gegenseitige bürgerschaftliche Hilfe auf der Basis der Freiwilligkeit. Flüchtlinge werden nicht nur als Empfänger von Unterstützung gesehen, sondern sind grundsätzlich aufgefordert, sich mit ihren Möglichkeiten aktiv einzubringen. Asylbewerber werden grundsätzlich erst einmal als Nachbarn angesehen. Das Projekt der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde funktioniert in Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinschaften, mit bürgerlichen Projekten und staatlichen Strukturen. Die Jury würdigte, dass Hilfsbedürftige zur Selbsthilfe befähigt werden und dass gegenseitiges interkulturelles Lernen selbstverständlich ist.

Außerdem erhielten auch die Tischlerei Schulz aus Chemnitz sowie die Stadtteilarbeit SPIKE aus Dresden den 9. Sächsischen Integrationspreis.


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