Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Thüringen: Statements aus Nordsachsen

von Dr. Michael Friedrich, Michael Bagusat-Sehrt und

Luise Neuhaus-Wartenberg, zusammengetragen von Sebastian Stöber, Torgauer Zeitung.

Dr. Michael Friedrich ist Vorsitzender der LINKE-Fraktion im Kreistag und gestählt durch viele Jahre im Sächsischen Landtag. Für ihn ist klar: Jetzt helfen nur noch Neuwahlen. "Thüringen ist unregierbar", lautete seine Analyse, auch weil sich die CDU nicht dazu durchringen konnte, eine Ramelow-Regierung zu tolerieren. "Das wäre das Vernünftigste gewesen, es stand doch nicht Honecker zur Wahl." Nun aber gebe es Chaos pur. "Kemmerich wird weder eine Mannschaft noch Mehrheiten zusammenbekommen." Für Dr. Friedrich bleibt bei alldem der fade Beigeschmack, das linke Projekt in Thüringen zu stoppen, notfalls auch mit Hilfe von Björn Höcke.

Der Torgauer LINKEN steht Michael-Bagusat-Sehrt vor. Für ihn ist klar: In Erfurt wurde die Demokratie missbraucht. "Demokratie ist anfällig für Spielchen. Das ist vor 90 Jahren passiert und auch am Mittwoch ist ein Spielchen gespielt worden." Er könne es nicht fassen, dass hier bewusst Menschen als Spielfiguren eingesetzt wurden: "Oder warum stellt die AfD einen Kandidaten auf und gibt ihm anschließend keine Stimme?" Allein ein solches Vorgehen sage viel über die moralische Verfassung der AfD in Thüringen aus. "Ich werde sicherlich nicht alle AfD-Politiker über einen Kamm scheren, aber die Gruppe um Höcke sind Faschisten." Der CDU unterstellt er Unehrlichkeit - hätte diese tatsächlich ernsthaft einen bürgerlichen Minsisterpräsidenten angestrebt, der nicht auf Stimmen der AfD angewiesen wäre, hätten sie einen eigenen Kandidaten nominieren müssen.

Luise Neuhaus-Wartenberg ist Vorsitzende der LINKEN in Nordsachsen und ist sich sicher: "Das war eine bewusste Entscheidung. Wer denkt, dass das einfach so passiert ist, der irrt gewaltig. Das war gedealt und geplant. Ein historischer Tag, dieser 5. Februar. Was das alles für die Zukunft heißt, möchte ich nicht mal erahnen. Wer sich Demokrat nennt, muss Antifaschist sein. Es ist nicht antifaschistisch, sich von Faschisten wählen zu lassen. Wer sich liberal nennt, darf dem Einzelnen nur wenige Einschränkungen auferlegen und muss die Selbstverantwortung des Individuums unterstützen. Das nennt Mensch Freiheit. Seit gestern muss allen echten Demokratinnen und Demokraten bange sein um die hochgelobte Freiheit, um die Freiheit von morgen."

 


Schön, dass Sie hier sind! Wenn Sie Fragen haben oder uns  besser kennenlernen möchten: Sprechen Sie uns an: per Email unter kontakt@linksfraktion-nordsachsen.de oder persönlich jeden Dienstag im LINKS.Punkt, Breite Straße 9 in Eilenburg. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und laden Sie herzlich ein, bei uns mitzuwirken.

Unsere überarbeitete Datenschutzerklärung finden Sie hier.