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Dr. Michael Friedrich

Vernunft und Prioritäten setzen zu Zeiten von Corona

Spätestens seit Anfang März ist nichts mehr wie es einmal war. Nach Konsultation mit den Fraktionsvorsitzenden hat der Landrat den kommenden Kreistag abgesagt. Dieser Schritt ist richtig. Ebenso die eindringliche Warnung der Bundeskanzlerin in ihrer Ansprache, der nichts hinzuzufügen ist. Wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, dass die Lage ernst ist und entschlossenes Handeln erfordert, so unbequem die Konsequenzen für jeden einzelnen auch sein mögen, muss sich nicht wundern, wenn auch in Sachsen eine Ausgangssperre ausgerufen wird. Noch hoffe ich darauf, dass die Einsicht überwiegt und von solch einem drastischen Schritt Abstand genommen werden kann.

Wie schon bei den beiden Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 ist auch die Corona-Krise die Stunde der Exekutive. Das bedeutet nicht, dass unsere Fraktion in Schockstarre verfallen wird, wohl aber werden wir wie alle anderen das „Alltagsgeschäft“ zurückfahren, soziale Kontakte minimieren, Bürgersprechstunden, Versammlungen und Veranstaltungen zunächst bis Ende April aussetzen. Jederzeit aber werden wir über unser elektronisches Postfach  kontakt@linksfraktion-nordsachsen.de   für alle Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ansprechbar bleiben und natürlich auch unser Frage- und Antragsrecht im Kreistag bei wichtigen Themen wahrnehmen. 

Wir erwarten ein besonnenes und abgestimmtes Vorgehen der verschiedenen Regierungsebenen und des Landratsamtes, wobei auf den Rat der Wissenschaft gehört werden muss und es zu keiner Verantwortungsverschiebung kommen darf. Für gründliche Manöverkritik ist später immer noch Zeit, wenn die Krise überwunden ist. Dann sollte unbedingt auch darüber gesprochen werden, welche Stellschrauben im komplizierten Gefüge unseres Föderalismus nachjustiert werden müssen, denn dort gibt es ganz offensichtlich Reserven. Dann sollte über den Wert eines personell, materiell  und finanziell gut ausgestatteten Öffentlichen Gesundheitswesens einschließlich des Pflegedienstes gesprochen werden, der Leben retten kann. Auch muss die inländische Produktion und die ausreichende Bevorratung mit Atemmasken, Schutzanzügen, Desinfektionsmitteln u. a. notwendigen Ausstattungen Thema sein. Leider wurde bei all diesen Punkten unter dem Deckmantel der Sparsamkeit viel zu oft der Rotstift angesetzt. Wenigstens sind jetzt Empfehlungen der Vergangenheit, etwa Krankenhausbetten abzubauen oder Häuser zu schließen, spätestens jetzt vom Tisch. Allen sollte klar geworden sein, dass Krankenhäuser  und Pflegedienste  eben nicht dem Markt überlassen werden können und keine Renditeobjekte sein dürfen.

Wir als LINKE sagen DANKE  an alle, die unermüdlich daran arbeiten, dass das Leben und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger auch in Zeiten von Corona weitergehen. Diese Menschen verdienen höchste Anerkennung und benötigen unsere Solidarität. Darum sagen auch wir: Vermeidet unnötige Kontakte, helft euren Mitmenschen, die durch die Situation eingeschränkt sind, und zeigt  auch beim Einkaufen Vernunft und Solidarität!


Schön, dass Sie hier sind! Wenn Sie Fragen haben oder uns  besser kennenlernen möchten: Sprechen Sie uns an: per Email unter kontakt@linksfraktion-nordsachsen.de oder persönlich jeden Dienstag im LINKS.Punkt, Breite Straße 9 in Eilenburg. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und laden Sie herzlich ein, bei uns mitzuwirken.

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