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Peter Deutrich/Lesermeinung Torgauer Zeitung

Zukunft braucht gute Schulen und neue Wege in der Bildung

In Zusammenhang mit dem Start in das neue Schuljahr stellte Kreisrat Peter Deutrich (DIE LINKE) eine umfassende schriftliche Anfrage an Landrat Emanuel. Zunächst meinen Dank an den Herrn Landrat für die zeitnahe Beantwortung meiner Fragen sowie der Einladung des zuständigen Leiters des Landesamtes für Schule und Bildung, Herrn Heynoldt, in den Schul-und Kulturausschuss, welcher dort weitergehende Antworten auf meine Fragen gab.

Der Landkreis Nordsachsen verfügt im Prinzip über stabile Schülerzahlen. Im Schuljahr 2018/2019 (Stichtag 19.09.2018) betrug die Schülerzahl an öffentlichen Schulen des Landkreises insgesamt 17 252. Das sind 109 Schülerinnen und Schüler mehr gegenüber dem Schuljahr 2017/2018. Hinsichtlich der freien Schulen liegen dem Landkreis Nordsachsen keine Informationen vor. Das neue Schuljahr startete mit einer ganzen Reihe von Neuerungen. Fast alle Schulordnungen wurden auf der Grundlage des neuen Schulgesetzes des Freistaates Sachsen überarbeitet. Die Neuerungen betreffen alle Schulformen – von der Grundschule bis zu den beruflichen Gymnasien.

Trotz vieler Versprechungen, langjährigen Absichtserklärungen  und Diskussionen in Bund und im Freistaates Sachsen begann auch das neue Schuljahr mit Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall. So werden wohl auch weiterhin kaum Vertretungspläne geschrieben, sondern Ausfallpläne  Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern müssen die Fehlpolitik der CDU ausbaden. Deshalb gilt auch mein hoher Respekt  den Lehrkräften, die weiterhin täglich ihr Bestes geben. Bei allen anerkennenswerten Bemühungen für die erhebliche Steigerung der Studienplätze für Lehrerinnen und Lehrer sowie der Gewinnung von Seiteneinsteigern, welche mit Beginn des neuen Schuljahres an den Schulen tätig worden, kann das Gesamtergebnis nicht zufriedenstellen.

Ja, die Zukunft braucht gute Schulen und neue Wege in der Bildung! Dabei sollte Kurs genommen werden auf eine neue Lernkultur und auch auf eine teilweise neue Lernstruktur. Deshalb finde ich es gut, dass ein breites Bündnis jetzt einen Volksantrag für längeres gemeinsames Lernen startet. Diese Forderung vertritt DIE LINKE seit Jahren. Zwei Drittel der Bevölkerung wollen die Gemeinschaftsschule, insbesondere junge Leute sind dafür. Und wenn bereits neun Bundesländer diese Schulform praktizieren, sollte Sachsen nicht der Letzte sein.

Neue Wege in der Bildung zu gehen, erfordert auch die verstärkte Bedeutung der Medienbildung und Digitalisierung in den Schulen. Dazu hat das Sächsische Staatsministerium für Kultur eine sehr interessante Konzeption erarbeitet, welche im Kontext einer Reihe von Strategiepapieren zur Digitalisierung auf verschiedenen Ebenen steht. (vgl. medienbildung.sachsen.de). Medienbildung und Digitalisierung in der Schule sind wichtige Grundlagen für die Erfüllung des schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrages, der Schülerinnen und Schüler die selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Teilhabe an einer zunehmend durch Digitalisierung geprägten Gesellschaft ermöglicht.

Aber nicht nur ich wünsche mir, dass auch weiterhin und verstärkt, engagierte und hoch motivierte Lehrkräfte im Mittelpunkt der Schulpolitik stehen mögen. Lehrkräfte, die überzeugend Bildung und Erziehung in Einheit praktizieren und die gemeinschaftlichen Werte wie Moral, Ethik, Disziplin, Solidarität und Humanismus  eindrucksvoll vermitteln können.

Meiner Meinung nach haben sich die Verantwortungsträger des Landkreises Nordsachsen  gezielt dem „Zukunftsmodell Schulsozialarbeit“ gestellt. Ausgehend von der Einführung des Landesprogramms Schulsozialarbeit  zum 01.08.2017 wurde an allen staatlichen Oberschulen, an allen Schulen der Lernförderung, an 4 Grundschulen und 5 Gymnasien auf der Grundlage des regionalen Gesamtkonzeptes zur Schulsozialarbeit  des Landkreises, Schulsozialarbeit installiert. Im Rahmen der Weiterentwicklung sowie den zur Verfügung stehenden Fördermitteln durch den Freistaat Sachsen werden aktuell weitere Projekte an einem Gymnasium und weiteren Grundschulen angeregt. Dieser Prozess dauert noch an und erfordert vielfältige Abstimmungen, so z.B. das Jugendamt mit Schulleitungen, Schulträgern und Projektentwicklern. Wenn die „Würdenträger“ der Politik im Bund und des Freistaates gern von einer „Bildungsrepublik Deutschland“ schwadronieren, dann bedarf das guter Schulen und neuer Wege in der Bildung!


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